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Sigillenmagie

Alles über Magie

Sigillenmagie

Beitragvon B_Redcap » Mi 29. Okt 2014, 00:15

So, ich dachte mal, ich poste mal etwas zum Thema Magie. Und zwar meine liebste Magieart, die Magie der Sigille. Oder auch bekannt als 'Siegel', 'Runen', Symbole' etc.

An dieser Stelle ist es mir wichtig etwas zu erwähnen: Sigillmagie ist eine sehr bekannte Magie, die auch in der Literatur und in viele okkulten Sachbücher ihren Platze gefunden hat. Ich werde keine Buchempfehlungen geben noch mich auf irgendwelche Bücher beziehen. Ich habe Jahrelange Erfahrung in der Form der Magie, und kann also mit Sicherheit sagen, dass vieles, was in diesen Sachbüchern drin steht, oftmals nicht zustimmt. Das blöde an okkulten Sachbücher ist immer, das sie sehr subjektiv sind, und manchmal komplett unangemessene Regeln aufstellen, wo keine sind oder sein sollten.

Fangen wir doch schon gleich an:

Was ist ein Sigill?

Das Wort 'Sigill' stamm vom lateinischem Wort Sigillium und bedeutet so etwas wie 'Bildchen' oder 'Siegel'.
Ein Sigill ist ein graphisches Symbol, dass aus einem oder mehren Buchstaben oder Zeichen gebildet worden ist. Ein sehr bekanntes Sigill ist zum Beispiel das Pentagramm, das die Menschheit so sehr liebt.

Ein Beispiel eines Sigills:

Bild

Das Sigill hier ist übrigens ein Sigill das Wikipedia verkörpert.

Im Übrigen ist hier zu erwähnen, das Sigills für gewöhnlich selbst erstellt werden und nicht von anderen übernommen. Wikipedia mag dazu zwar eine andere Meinung haben, aber das würde komplett an dem Sinn und Zweck eines Sigills vorbeigehen.


Für was wird ein Sigill verwendet?

Sigille werden in der Magie ( oder auch in der Psionik. Es spricht nichts dagegen, diese ins mentale einzugliedern) als energetische Anker benutzt. Entweder stellen sie einen Teil eines Rituals dar, oder sind das Ritual an sich. Letztendlich verkörpern Sigille kontrollierte und gezielte Willenssätze.

Ein Sigill kann vom einfachen, materiellen HockusPockus, wie Glücksmagie oder Liebeszauber, bis hin zum komplexen Konstrukt mentaler Arbeit und innerer Selbstverwirklichung werden. Wirkliche Grenzen sind da nicht gesetzt, auch wenn viele gerne welche stellen und manchmal die trotteligsten Anleitungen geben.

Wie funktioniert den so ein Sigill?

Nun, die Magier sagen gerne, dass es darum geht, das Sigill ins Unterbewusstsein zu 'brennen' und durch Suggestion funktioniert. Ich finde, das ist nicht unbedingt die richtige Bezeichnung. Suggestion stimmt schon, aber es muss nicht unbedingt ins Unterbewusste verankert werden und dort vergessen. Ein Sigill ist ähnlich wie ein Code. Ein visueller Code, um genau zu sein. Zum Thema Kodierung findet man hier im Forum auch einen Thread von Tonic.
Sigille sind nur einfacher herzustellen, als Codes zu erschaffen. ;)

Wie macht man ein Sigill?

Es gibt dazu ein Haufen von Anleitungen. Die gängigste Methode ist, Sigille aus Schlüsselwörter zu erstellen. Also einen sehr buten Haufen aus Buchstaben. Ich persönlich halte die meiste Ritualistik drum herum zwar für sehr ansehnlich, aber auch für viel zu umständlich. Ich bin zu faul für so etwas.
Nein, mittlerweile habe ich die Kunst der Sigillenmagie für mich komplett neu umgeschrieben. Deswegen möchte ich hier auch nicht wirklich eine Anleitung dazu geben. Eventuell werde ich das später tuen, wenn den Nachfrage besteht, aber ansonsten wollte ich nur auf die Tatsache aufmerksam machen, das es so etwas gibt.

Ich werde wahrscheinlich irgendwann mal hierzu mehr und detaillierter posten, aber für den Einblick müsste es reichen.

mfg.
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Re: Sigillenmagie

Beitragvon Statuve » Mi 29. Okt 2014, 01:22

Ich habe auch schon ein paar Sigillen verwandt, war dabei sogar relativ erfolgreich. Aber irgendwie fühlte es sich nicht komplett richtig an. Ich für meinen Teil brenne deswegen sehr auf Einblicke in deinen Erfahrungsschatz! (wasntme)

Wollte auch schon länger einen Thread darüber machen, aber aus genanntem Grund hab ich mich diesbezüglich zurückgehalten, ich kann derzeit nämlich nur auf die Anleitung aus einem Buch zurückgreifen.

Also Nachfrage vorhanden, leg los. :P
Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben. Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht lebend war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.
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Re: Sigillenmagie

Beitragvon Ithiladir » Mi 29. Okt 2014, 14:28

Gute Einführung, aber auch ich konnte Sigillenmagie nie wirklich für mich gewinnen. Muss an den Methoden liegen, welche ich noch gelernt habe.
Die Theorie war ja, dass man viele Dinge nicht einfach ins Unterbewusstsein bekommt, weil es vieles einfach selbst ausselektiert. Also verpackt man es als harmlosen Code, und muss den "Türsteher" zum Unterbewusstsein lahmlegen, damit das Päckchen sicher ankommt und das Unterbewusstsein für einen arbeiten kann.

Ich habe gelernt, dass man sie Sigill zeichnet, dann die Augen schließt und die Luft so lange anhält wie irgend möglich und dann mit dem Einatmen auf die Sigill schaut und sie hinterher verbrennt, ohne sie nochmals anzuschauen ^^

Ist ziemlich unangenehm, weswegen ich mich wohl nicht wirklich damit anfreunden konnte xD
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Re: Sigillenmagie

Beitragvon B_Redcap » Mi 29. Okt 2014, 18:03

@Ithiladir:

Ithiladir hat geschrieben:Die Theorie war ja, dass man viele Dinge nicht einfach ins Unterbewusstsein bekommt, weil es vieles einfach selbst ausselektiert. Also verpackt man es als harmlosen Code, und muss den "Türsteher" zum Unterbewusstsein lahmlegen, damit das Päckchen sicher ankommt und das Unterbewusstsein für einen arbeiten kann.


Ja, so ungefähr wird die klassische Sigillmagie verstanden. Mittlwerweile habe ich entdeckt, dass das nicht die einzige Möglichkeit der Sigillmagie ist. Diese klassische Variante nennte ich 'passive' Sigillmagie, weil man einfach nicht viel machen muss. Man braucht nicht einmal Energie spüren oder lenken zu können, damit sie funktioniert. Aber desswegen ist sie auch so ungenau und unberechenbar.
Das, was ich mache, nenne ich 'aktive' Sigillmagie, aber dazu später mehr.


Ithiladir hat geschrieben:Ich habe gelernt, dass man sie Sigill zeichnet, dann die Augen schließt und die Luft so lange anhält wie irgend möglich und dann mit dem Einatmen auf die Sigill schaut und sie hinterher verbrennt, ohne sie nochmals anzuschauen ^^


Ja, ich kann mir vorstellen, dass das unangenehm war ^^. Ich kenne zwar die 'Auflandung' des Sigills mit Luftanhalten nicht, aber dafür eine wo man das Sigill mit eigenem Blut schreibt. Ich bin mir nicht sicher, ob die besser ist. :I
Wie ich schon erwähnt habe, wird die Sigillmagie recht simpel gehalten und auch so rübergebracht. Naja.



@Statuve: Mich würde interessieren, welche Sigillmagie du kennst. :D

Jedenfalls freut es mich, dass das Interesse vorhanden ist. Ich werde mal die passive und meine aktive Sigillmagie vorstellen.


Der Willenssatz

Der Willenssatz ist immer das erste mit was man anfängt. Sowohl in der passiver als auch in meiner aktiven Sigillmagie ist der Willenssatz nötig, sonst kann man das Sigill in die Tonne kloppen.
Der Willenssatz ist eine wörtliche formulierung dessen, für was das Sigill am Ende stehen soll. Also dessen Funktion.
In der klassischen Variante wird dafür tatsächlich einfach ein Satz als solches genommen, angefangen mit : "Es ist mein Wille, dass blah blah balh[...]" wobei das Sigill nicht aus dem ersten Satz bebildet wird, sondern aus den Wörten die anstelle des beigefügten "blah blah blah" eingesetzt werden. Genannt werden solche Wörter auch 'Schlüsselwörter', den am Ende stehen sie stellvertretend für den ganzen Satz.
Gemacht wird das, so wie ich es verstehe, damit die Schlüsselworte, wie jetzt als Beispiel 'Glück' oder 'Erfolg', einen tieferen Sinn für den Magier bekommen. 'Glück' als Wort kann sehr weitläufig sein und ist ziemlich unpersönlich. Mit dem Willenssatz jedoch baut der Magier den Schlüsselwörter eine individuelle, persönliche Note mit hinein, die ebenfalls mit ins Unterbewusstsein genommen werden. Wie man also sieht, ist diese Sigillmagie reich an psychologischen Tricks aufgebaut.

[color=green]In meiner aktiven Sigillmagie ist der Willenssatz so wie oben gezeigt, nicht mehr notwendig. Man muss weder einen Satz 100 Mal vor sich hinmurmmeln noch ein aufwändiges Ritual erstellen, in welcher ein ganzer Text zur Sprache kommt. Es reicht aus, wenn man weiß, was man will und welche Schlüsselworte dafür notwenig sind. Wenn es den überhaupt Worte sein müssen.
Ich finde es wichtig, dass man versteht, was man für eine Bindung man zu einzelnen Begriffen/Wörtern hat. Will man ein Sigill für 'Glück' erschaffen, sollte man wissen, was man unter Glück versteht, welches Gefühl man dabei hat, wenn man dieses Wort liest/hört/denkt. Hat man dieses Gefühl verinnerlicht, ist das ausgeschriebene Wort nicht mehr nötig. Evtl. könnte man tatsächlich einen Willenssatz wie oben formulieren, sich dabei das Gefühl merken, das man dabei hat und damit arbeiten.
Man muss das so verstehen: Worte und Sätze haben alle immer einen individuellen energetischen 'Klang'. Dabei ist der Klang nicht wirklich das Wort an sich oder der Satz, sondern das, was dahinter steht. Also das was es ausdrückt und was es bedeutet. Beim formen eines Willenssatzes geht es darum, diesen Klang zu erkennen und zu verstehen.

Willensätze sollten im übrigen präzise sein. Nicht zu präzise, aber auch nicht zu ungenau. Sagt man: "Ich will Glück haben", aber man gibt weder eine Mengenangabe noch eine Zeitangabe an, kann das Sigill ziemlich in die Hose gehen.

[/color]
Wichtig: Bitte keine verneinende Willsensätze formulieren. Das Unterbewusstsein kann nicht mit verneinungen arbeiten. Und ich habe auch nie erlebt, dass ich energetisch mit verneinungen arbeiten konnte. Wenn etwas nicht da sein sollte, dann ist demenstprechend die Energie dafür nicht vorhanden. Formt man einen verneinenden Willenssatz, macht man plötzlich das, was man verneinen möchte, excistent. Das ist Kontraproduktiv.

Die Erstellung

Hier kommen wir zum kreativen Part der Sigillenmagie. Wobei dieser Part wohl in der Klassischen lustiger ist als in meiner.
In der klassischen Variante gibt es zwar viele Anleitungen, aber die meisten sind meist Identisch und unterscheiden sich nur im Detail.
Ein Sigill wird aus den Buchstaben eines oder mehrerer Wörter erstellt. Aus dem Willenssatz. Oder Sätze. Das ist eine ziemlich große Spannbreite, aber eh mehr Buchstaben da sind, desto komplizierter und detailreicher wird das Sigill.
Nehmen wir mal als Beispiel den Willenssatz: Es ist mein Wille, dass morgen das Wetter schön ist.

"Es ist mein Wille" - streichen wir erstmal ganz raus, da es nur zu unnötigen Verkomplikationen fürt, man weiß auch so, das es der eigene Wille ist.
Dann kommen die Artikel weg, da sie ebenfalls nicht nötig sind. Genauso wie "ist" und "dass".
Am Ende bleiben die Schlüsselwörter übrig: morgen, Wetter, schön.
So, nach den gängigen Anleitungen sagt man nun, dass man von jeder Buchstabe das vorhanden ist, nur einmal auftauchen sollte. Also streichen wir diese auch durch, und er hallten am Ende diese Buchstaben: M O R G E N, W T, S C H .
Ja, die Sigillenmagie wird manchmal auch Buchstabenmagie genannt.
So, diese Buchstaben werden genommen, und irgendwie in eine zusammenhängende Form gebracht. Wie man das macht, ist irrelevant, da kann man so kreativ sein wie möglich. Hauptsache ist, dass das, was am Ende bei rauskommt, immer noch für einen selbst verständlich ist.

Ich habe mir mal die Mühe gebenen, und ein Sigill daraus gemacht:


Bild

mit der Maus zu zeichnen ist anstrengend ...

Natürlich würde dieses Sigill nur für mich funktionieren, weil es auf mich abgestimmt ist.

Meine Art ist da etwas einfacher. Vor allen Dingen, ich Zeichne kein Sigill auf ein Blat Papier. Evtl. könnt ich das, wenn ich wollte, aber es ist nicht zwingend notwenig. Auch nicht notwenig ist es, alle Buchstaben zu nehmen, oder genrell Buchstaben zu nehmen. Wichtig ist einfach, das man ein Sigill (gedanlich oder zeichnerisch) so erstellt, das er irgendwie alle Schlüsselwörter darstellt und für einen selbst Sinn ergibt. Einfach, das man den 'Klang' grafisch umsetzt.
Hier ist mal ein Beispiel eines Sigills, dass ich nach dem oben genannten Willenssatz erstellen würde:

Bild

Wie man sieht habe ich hier ein 'O', viele 'S' und ein 'M' bzw. 'W', je nachdem, wie ich das Bild drehe. Oder es sieht aus wie eine Sonne auf die ein schlecht gezeichneter Vogel zufliegt. Ist auch wurscht, es ist wichtig, das der energetische 'Klang' da ist.

Aufladung

So, hat man das Sigill nun da, kommt die 'Aufladung' dran.
In der klassischen Sigillmagie heißt das, das Sigill irgendwie ins Unterbewusste brennen. Dafür gibt es die möglichsten und unmöglichsten Techniken. Zwei wurden genannt, einmal von Phil und einmal von mir. Manche Meditieren das Sigill, andere putzen sich damit die Nase.
Es ist eine gängige Behauptung, das man das Sigill danach vergessen sollte, sonst würde es nicht funktionieren. Meiner Erfahrung nach, ist das unnötig, auch für die klassische Variante. Kompletter Schwachsinn. Das denken an das Sigill läd es immer auf. Daran zu denken ist nicht verkehrt. Natürlich wäre es praktisch, nicht mehr zu aktiv an das Sigill zu denken, einfach weil die Erwartungshaltung immer Zweifel und andere unnötige Emotionen hervorruft. Aber mit eine gestärkten geist, sollte das dennoch funktionieren.
Im Übrigen wird auch gerne das Sigill dannach verbrannt. Was ich nie eingesehen habe. Das verbrennen an sich symbolisiert doch, dass sich etwas auflöst. In dem Sinne würde man eigentlich seinen Willenssatz auflösen, also wozu? Erneut: Unnötig.


Ich lade das Sigill anders auf. Wie? Mit bewusst zugesteurerten und codierter Energie. Die codierung kriege ich übrigens meist schon beim formen des Willenssatzes oder bei der erstellung des Sigills. An sich ist es auch nicht schwer. Man nimmt den 'Klang', formt es in Energie, und fokusiert es auf das Sigill. Und das macht man so lange, bis es sich komplett anfühlt.
Normalerweise erstelle ich aber auch keine Willenssätze, die sich um das Wetter drehen.
Wenn ich ein Sigill in meinem mentalen Arsenal einmal habe (desswegen merke ich mir meine Sigills auch bewusst), kann ich auch immer wieder darauf zugreifen. Meist benutze ich sie dann als vorgefertigte Codes.


Ich hoffe, das hat einen bessern Einblick verschafft :).

Meine Erfahrung in der klassischen Sigillmagie war immer, das es zwar funktioniert hat, aber nie wirklich genau waren. Das heißt, das Sigill ist mir öfters außer Kontrolle geraten. Manchmal war es einfach nicht genau genug. Zum Beispiel, als ich mir einen Willenssatz gemacht habe, einen bestimmten typus Menschen kennenszulernen. Die Eigenschaften die ich im Sigill intigriert habe, hatte der Mensche, aber ansonsten war das eine Katastrophe gewesen. Ist aber schon ewigkeiten her.
Auch habe ich die Erfahrung gemacht, das bei der klassischen Sigillmagie viel zu präzise Willensätze am Ende nicht funktioniert haben.
Weil ich das enormst gestört hatte, habe ich kurzum meine eigene Variante kreiirt, die so auch so funktioniert, wie ich es möchte.


Mich würde mal wirklich eure Meinung dazu interessieren. :)

mfg
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Re: Sigillenmagie

Beitragvon Ithiladir » Mi 29. Okt 2014, 18:42

Sehr interessanter Beitrag Redcap.

Das zeigt mir mal wieder mehr, dass in der Magie nur eine Hand voll Grundsätze existieren.
Die klassische Sigillenmagie bringe ich mit dem Unterbewusstsein in Verbindung und Willenssätze unter dieser Annahme wirken eh nur auf das eigene Verhalten. Wenn man also will, dass das Wetter schön wird, dann reicht es nicht die Sigill einzubrennen, man muss sie auch mit dem Wunsch laden. Das macht das unterbewusstsein nicht unbedingt austomatisch, nur wenn man sich dessen vorher bewusst ist, dass sowas möglich ist. (Aber ja ... generell ist die klassische Sigillenmagie auch für sowas gut)
Der Unterschied deiner Methode ist, dass du aktiv an der Verwirklichung mitwirkst, indem du mehrere Arten der Magie vereinst. Zuerst die Ritualmagie, bei der man ein Symbol wählt und es mit dem Wunsch verknüpft und dirch gewisse Visualisationen Energie zuführt. Des weiteren schaffst du einen Volt, das heißt dass du ein Symbol mit Energie lädtst um diese Über das Symbol mit der entsprechenden Wirkung freizusetzen. Ist ziemlich clever, aber geht auch mit Handzeichen etc. (falls du es mal versuchen willst)
Und natürlich hast du die Sigillenmagie, welche über das unterbewusstsein den Effekt zusätzlich verstärkt. Ich denke du hast ganze Arbeit geleistet bei deiner Methode.


B_Redcap hat geschrieben:Wichtig: Bitte keine verneinende Willsensätze formulieren. Das Unterbewusstsein kann nicht mit verneinungen arbeiten. Und ich habe auch nie erlebt, dass ich energetisch mit verneinungen arbeiten konnte. Wenn etwas nicht da sein sollte, dann ist demenstprechend die Energie dafür nicht vorhanden. Formt man einen verneinenden Willenssatz, macht man plötzlich das, was man verneinen möchte, excistent. Das ist Kontraproduktiv.


Zumal man das "nicht" eh aus dem Willenssatz streichen würde und somit wieder die positive Wirkung der Sigill horherrschen würde :)

B_Redcap hat geschrieben:Meine Erfahrung in der klassischen Sigillmagie war immer, das es zwar funktioniert hat, aber nie wirklich genau waren. Das heißt, das Sigill ist mir öfters außer Kontrolle geraten. Manchmal war es einfach nicht genau genug. Zum Beispiel, als ich mir einen Willenssatz gemacht habe, einen bestimmten typus Menschen kennenszulernen. Die Eigenschaften die ich im Sigill intigriert habe, hatte der Mensche, aber ansonsten war das eine Katastrophe gewesen. Ist aber schon ewigkeiten her.
Auch habe ich die Erfahrung gemacht, das bei der klassischen Sigillmagie viel zu präzise Willensätze am Ende nicht funktioniert haben.
Weil ich das enormst gestört hatte, habe ich kurzum meine eigene Variante kreiirt, die so auch so funktioniert, wie ich es möchte.


Das Sigill ist nur so genau wie der Anwender es macht. Ist also eher eine unangenehme Variante der Magie, wenn man einen komplexen Wunsch hat. Bei Dingen wie das Wetter etc. was den Wunsch einfach hält und nicht zu viele Bedingungen anknüpft ist es bestimmt sehr wirkungsvoll.


Liebe Grüße Phil
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Re: Sigillenmagie

Beitragvon B_Redcap » Do 30. Okt 2014, 15:08

Ithiladir hat geschrieben: Ist ziemlich clever, aber geht auch mit Handzeichen etc. (falls du es mal versuchen willst)


Dankeschön erstmal für deine Einschätzung :).
Ja, Handzeichen würden auch gehen, das stimmt, nur rein Gefühlsmäßig, liegt mir das irgendwie nicht so. Ich benutze Handzeichen zwar, aber seltener.
Vor allem benutze ich ja diese Sigille mental, also, dass ich sie erst garnicht auf Papier verewige, sondern nur in meinem Kopf bzw. in meiner 'Energiewelt' konstruiere und dort sie auch so einsetze. :)


Ithiladir hat geschrieben:Zumal man das "nicht" eh aus dem Willenssatz streichen würde und somit wieder die positive Wirkung der Sigill horherrschen würde :)


Eben. (chuckle)

Bei Dingen wie das Wetter etc. was den Wunsch einfach hält und nicht zu viele Bedingungen anknüpft ist es bestimmt sehr wirkungsvoll.


Ist sehr wolkig hier bei mir im Ort. :D Ich hatte zwar nicht wirklich das Sigill geladen, aber irgendwie ist das enttäuschend. Aber wie erwähnt, ich benutze normalerweise keine Sigille um zu versuchen, dass Wetter nach meinen Wünschen zu formen. Aber an sich stimme ich dir zu, kompläxe Wünsche sind in der Sigillenarbeit eine Qual.

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Re: Sigillenmagie

Beitragvon Statuve » Do 30. Okt 2014, 22:33

So, jetzt habe ich mal eine Sekunde Zeit das alles hier zu lesen und zu verarbeiten. Vielen Dank schon mal an dich, dass du meiner Aufforderung nachgekommen bist und dir auch dabei so viel Mühe gegeben hast. x)

Deine Gedankengänge konnte ich sofort nachvollziehen, es ist also die Sigillenmagie mit Codes, für fortgeschrittene im Verhältnis zu der herkömmlichen Sigillenmagie. Du konntest den Code auch schön in dem zweiten Bild wiedergeben, sehr gelungen!

Allerdings dachte ich immer, dass das Verbrennen ein symbolischer Akt der Wandlung ist und nicht der Auflösung. Schließlich findet dieser Vorgang ja ganz grobstofflich so statt: Das Blatt Papier wandelt sich zu Asche und zu Rauch und wird (durch den Rauch) zu einem Teil der übrigen Welt.

Ich kenne auch die passive Sigillenmagie, mit der Methode auf die Ithiladir hingewiesen hat. Man nennt den ganzen Vorgang, also des Luftanhaltens nahe der Bewusstlosigkeit, auch die Todeshaltung.

Mir bleibt eigentlich nichts mehr zu sagen,... außer... warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Extrem gute Arbeit!
Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben. Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht lebend war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.
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Re: Sigillenmagie

Beitragvon Ithiladir » Do 30. Okt 2014, 22:58

Statuve hat geschrieben:Allerdings dachte ich immer, dass das Verbrennen ein symbolischer Akt der Wandlung ist und nicht der Auflösung. Schließlich findet dieser Vorgang ja ganz grobstofflich so statt: Das Blatt Papier wandelt sich zu Asche und zu Rauch und wird (durch den Rauch) zu einem Teil der übrigen Welt.


Das Problem mit den Symbolen ist, dass man sie auch als solche nutzen muss, sonst sind sie zwecklos. Das bedeutet, wenn du eine Sigill verbrennst ist das nicht gleich ein Akt welcher der Sigill Ausdruck verleiht. Eine Handlung wirkt nur richtig wenn man sie aktiv durchführt. Allerdings kann es passieren, dass jemand diese Handlung durchführt ohne dass er eine Absicht damit AKTIV verfolgt. Dann kann Folgendes passieren: entweder hat der Anwender zufällig diese Handlung mit dem Zweck in verbindung gebracht, oder es wird das Ziel verfehlt.
Beispiel: wenn Redcap die Verbrennung stur durchgezogen hätte, weil es in irgendeinem Buch stand, aber dennoch glaubt, dass das Verbrennen das Auflösen der Sigill bedeutet, so hätte sie mit dem Verbrennen genau das bezweckt.
Umgekehrt kann man sagen: wenn sie die Sigill verbrennt mit dem Zweck, dass sich diese schneller verwirklicht, dann geschieht eben das.

Ich glaube Franz Bardon erwähnt in seinem ersten Werk wie man mittels fluid'scher Kondensatoren Wünsche verwirklicht ... das macht er mit Asche im Wind verstreuen und vorstellen, dass der Wunsch vom Wind zum wirkungsort getragen wird etc. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

@ Statuve:
Stimmt die Todeshaltung ... hab das mal irgendwo gelesen, aber kann mich leider nicht mehr so genau dran erinnern.

Liebe Grüße Phil :)
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Re: Sigillenmagie

Beitragvon B_Redcap » Mo 3. Nov 2014, 18:00

@Statuve:

Statuve hat geschrieben:Deine Gedankengänge konnte ich sofort nachvollziehen, es ist also die Sigillenmagie mit Codes, für fortgeschrittene im Verhältnis zu der herkömmlichen Sigillenmagie. Du konntest den Code auch schön in dem zweiten Bild wiedergeben, sehr gelungen!


Jep, genau so ist es gemeint. Freut mich, dass es auch so rüber gekommen ist. Und dankschön. :D

Gut, dass mit dem verbrennen hat Ithiladir schon passend erklärt. Ich muss zugeben, ich war etwas zu forsch gewesen. Symbolische Akte sind keinesfalls Unnütz, wenn sie richtig verwendet werden, aber alleine schon desswegen sollte man solche Anleitungen nie 1 zu 1 kopieren.

Die Todeshaltung war mir, wie erwähnt, bis dato unbekannt. Ich verstehe auch die Symbolik dahinter nicht wirklich. Evtl. kann mich da einer Aufklären?

lg
Redcap
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Re: Sigillenmagie

Beitragvon Rainbow Dash » Mo 3. Nov 2014, 19:16

Hey,

ich glaube bei der Todeshaltung hab es nichtmal eine wirkliche Symbolik, es ist nur dafür da, die Energie für den "letzten Lebenswillen" auf die Sigille zu beziehen. Wohl um sie zu "stärken" und wichtiger erscheinen zu lassen.
Dafür war sie schon immer sehr umstritten und wurde bei vielen Werken nur in Klammern dazugeschrieben. Aber wenn es jemand machen will, soll er eben -kann man ja sowieso nich von abhalten.

Ob man sich aber wirklich "zum Ersticken" zwingen kann, sei biologisch dahingestellt, den eigentlich ist es nicht wirklich möglich... vielleicht eine 30 sekündige Ohnmächtigkeit und das war's dann.

In der Bibliothek gibt's noch das "Einstiegswerk" zur Praxis der Sigillenmagie von Frater V.D. -was sowieso eine auch recht umstrittene Gestalt ist- auf Seite 17 ff. beschreibt er mehrere Varianten der Todeshaltung und versucht sie durch die Gedankenstille zu erklären.

Grüße,
~Rainbow Dash~
"And if I had the answers I'd have written them out
So I could tell you what to do and what this thing is about
But all I've ever learned comes second-hand
And I dare not preach what I don't understand"
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