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"Bloody Mary"

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"Bloody Mary"

Beitragvon -xMSnake- » Mi 7. Nov 2012, 18:25

Nabend Acri,

und zwar gehts um folgendes: Ich hatte so eben eine gemütliche Plauderrunde mit meinen Freunden und Freundinnen und natürlich musste irgendjemand wieder auf das Thema Geister kommen. Die Freundinnen erzählten mir ganz euphorisch, dass es einen Film geben soll (soweit ich mich errinern kann "Paranormal Activity"), wo Leute sterben, wenn sie vor dem Spiegel 3x die Worte "Bloody Mary" aussprechen. Ich hab mir gedacht an so etwas kindischem und albernem kann unmöglich was dran sein und wollte ihnen das Gegenteil beweißen. Alle natürlich ganz nervös und versuchen mich davon abzubringen. Nun gut, ich habs dann halt getan und siehe da es geschah rein gar nichts.

DOCH, grade auf dem Weg zum Fitnessstudio lief ne schwarze Katze direkt vorm Auto und blieb stehen. Und genau in dem Moment kam ein Auto im Gegenverkehr, obwohl ich noch nie - ICH BETONE NOCH NIE - dort ein Auto lang fahren hab sehen. Die Situation war natürlich sehr gefährlich und wir sind noch knapp davon gekommen. So:

1. Was macht ne Katze da um 2 Uhr nachts? Schlafen diese Tiere nicht um die Zeit?
2. Wieso bleibt die Katze vorm Auto stehen? Laufen die normalerweise nicht weg wenn ein Auto angerast kommt?
3. Warum kommt genau in dem Moment ein Auto im Gegenverkehr auf einer Straße, wo ich noch nie Gegenverkehr hatte?

Nachdem ich das meinen Freunden erzählt hab meinten Sie, ich hätte das "Ritual" nicht richtig gemacht, da ich die Augen geöffnet und Licht im Zimmer angelassen hatte. Also soll der Vorfall von grade eine Warnung gewesen sein. Wie auch immer, ich werde das jedenfalls nicht nochmal machen.

mfg,
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Re: "Bloody Mary"

Beitragvon -Juicy10- » Mi 7. Nov 2012, 18:28

Mythen und Legenden haben schon irgendwas an sich. Eigentlich will man ihnen nicht glauben, da es ja "nur" ein Mythos ist, aber irgendwie packt uns doch die Neugier und wir machens doch.

[trennstrich][/trennstrich]
Zu Punkt 1 kann ich dir sagen, dass es durchaus normal ist, dass Katzen um diese Uhrzeit wach sind. Da ist nix schlimmes dran. ;)

Punkt 2 - Katzen bleiben immer stehen, laufen dann aber schlagartig weg. Wahrscheinlich war die Katze nur geblendet und ist deswegen nicht weggelaufen (z.B. laufen Rehe auch nicht weg, wenn sie geblendet sind)

Punkt 3 - Naja, da ist ne Straße, die wird wohl nicht ungenutzt bleiben. (Ja, ich weiß, sagen alle :arrow: ) aber ich würde mal auf Zufall tippen.

Also eigentlich nichts Ungewöhnliches.
Dennoch lässt die Verkettung der Ereignisse einiges an Interpretationen zu :geek:

Ich jedenfalls werde mich von Mythen und "Schauermärchen" fern halten, wer weiß, ob an ihnen was dran ist...

MfG
Juicy10
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Re: "Bloody Mary"

Beitragvon -Masrur- » Mi 7. Nov 2012, 18:28

@xMSnake:
Nun ja, Mythen hin oder her. Irgendworin haben sie ja letztlich ihren Ursprung und demnach - von Nix kommt nix - dürfte ein mehr oder weniger grosses Körnchen Wahrheit auch hierbei zugrunde liegen.
Nicht umsonst sagt man: wir erschaffen uns unsere Höllen selbst, oder, was auch immer.
So sagt schon der Volksmund: "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" (oder auch seines eigenen Unglückes!), wobei das Eine wie das Andere gar nicht einmal so weit voneinandere entfernt ist.

Gerade wenn es um solche Sachverhalte, wie z.B. 'Bloddy Mary' geht - und ich meine natürlich jetzt gerade nicht die, die man an der Theke bestellen kann und genüsslich vor sich hinschlürft - kann wirklich schon die Macht der Gedanken in der einen oder anderen Weise Wirkungen erzielen, mit denen wir nicht wirklich gerechnet haben.
Es kommt halt auch darauf an, wie tiefgreifend das "Glauben" an die evl. Möglichkeit solcher Realisierungen in unserem Unterbewusstsein verwurzelt ist.
Kommt es nicht oft genug vor, dass wir zwar im Brustton der Überzeugung behaupten, etwas nicht zu glauben oder für möglich zu halten, wohl wissend, dass ganz tief in unserem Inneren eine leise Stimme sagt: vielleicht ist es doch möglich; es kann ja doch sein; wissen kann man es ja nie, oder ähnlich.
Da, wo der Zweifel das durchaus Mögliche unmöglich macht, kann er genau so auch das Unmögliche möglich machen!
Heisst es nicht auch: "du musst nur fest genug daran glauben, ..."?

Es ist ein grosser Unterschied, ob wir etwas (nur) glauben wollen (selbst mit aller Gewalt) und sogar davon überzeugt sind, dass wir etwas wirklich glauben, oder, ob ganz tief in unserem Unterbewusstsein dazu tatsächlich ein - wenn auch nur ganz, ganz kleines - Körnchen wirklichen Glaubens (die Überzeugung vom Möglichen) vorhanden ist.

Das Unterbewusstsein lässt sich nicht täuschen oder gar belügen!

Und nein, diese Aussagen hier stehen durchaus nicht im Widerspruch zu meiner These: "Der Glaube(n) ist der grösste Feind des Suchenden" (http://acrimonia.bplaced.de/viewtopic.php?f=28&t=12#p18)

Und nun auch zu deinen 3 Fragen:
1. Was macht ne Katze da um 2 Uhr nachts? Schlafen diese Tiere nicht um die Zeit?
Die Katze könnte diese Frage auch an dich zurückgeben :lol: und sie wäre in dem Falle auch wohl eher berechtigt, denn:
Katzen sind im Gegensatz absolut nachtaktive Lebewesen. Sie verschlafen einen Grossteil des Tage und gehen in der Nacht auf die Jagd und/oder um für ausgeglichenes Sexualleben zu sorgen ...

2. Wieso bleibt die Katze vorm Auto stehen? Laufen die normalerweise nicht weg wenn ein Auto angerast kommt?
Da Katzen - infolge des hohen Phosphoranteils in ihren Augen und der speziellen Veranlagung ihrer Augen - nicht nur sehr nachtaktiv, sondern auch sehr nachtsichtig sind, werden sie z.B. von den Scheinwerfern eines herankommenden Autos so stark geblendet, dass sie in dem Moment, in dem das grelle Scheinwerferlicht in ihre nahezu vollständig geweiteten Pupillen trifft, regelrecht "blind" sind, sie also nur eine völlig weisse Lichtwand sehen, die zudem in den Augen schmerzt (wir selbst kennen Gleiches ja auch aus eigener Erfahrung, wenn wir in die aufgeblendeten Scheinwerfer eines Fahrzeuges sehen müssen).
Daher erstarrt die Katze - ebenso wie auch fast alle nachtaktiven Tiere - in diesem Moment zur Bewegungslosigkeit.
Erst wenn sich die Pupillen wieder weitgehend geschlossen haben und die Katze wieder etwas mehr, als nur gleissendes Licht wahrnehmen kann, kommt wieder Bewegung in sie und sie huschen aus dem Lichtkreis heraus und weg, wieder in das Dunkel der Nacht.

3. Warum kommt genau in dem Moment ein Auto im Gegenverkehr auf einer Straße, wo ich noch nie Gegenverkehr hatte?
Nur, weil DU auf dieser Strasse noch nie Gegenverkehr gehabt hast muss dies ja nicht zwingend heissen, dass es dort nie Gegenverkehr gäbe. Schliesslich handelt es sich um eine ganz "normale" Strasse und auf Strassen fahren nun einmal auch Autos - zu den unterschiedlichsten Zeiten in die unterschiedlichen Richtungen. Du hast schliesslich nicht behauptet, dass es sich dabei um eine Einbahnstrasse handelte (dann wäre es allerdings nachdenklich machend).
Man könnte es als - wenn auch sehr seltenen - Zufall ansehen.
Wer abergläubisch ist oder nicht an Zufälle glaubt, der kann natürlich auch etwas anderes als "reiner Zufall" darin sehen.
Folglich ist es durchaus Auslegungssache: es muss nichts bedeuten, es kann aber etwas bedeuten; die eine Auslegung ist nicht glaubwürdiger oder unglaubwürdiger (wahrscheinlicher), als die andere.

Im Fazit gilt: spiele nicht mit dem Feuer, dann kannst du dir auch nicht die Finger verbrennen (oder dein Haus in Brand setzen).
Nachdem ich das meinen Freunden erzählt hab meinten Sie, ich hätte das "Ritual" nicht richtig gemacht, da ich die Augen geöffnet und Licht im Zimmer angelassen hatte. Also soll der Vorfall von grade eine Warnung gewesen sein. Wie auch immer, ich werde das jedenfalls nicht nochmal machen.

Deine Freunde mögen durchaus recht haben. Andererseits ist es auch genau gut so! Denn wer weiss was wirklich passiert wäre, hättest du das Ritual traditionsgemäss ausgeführt?
Und in einem stimme ich dir durchaus zu: ..."ich werde das jedenfalls nicht nochmal machen.", eine sehr kluge Entscheidung, denn, wer weiss, wer weiss... !
Fordere nichts heraus, was du später nicht kontrollieren kannst!

Deine Interpretation der Umstände ist eben so gut, wie die meinige.

Lass' mich dir jedoch zwei Dinge mit auf den Weg geben:
1. Dummheit ist kein Mut, und
2. Vorsicht ist keine Feigheit!,

sagt MASRUR
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Re: "Bloody Mary"

Beitragvon -evermore- » Mi 7. Nov 2012, 18:30

Hallo xMSnake,
zuerst mal muss ich dir zustimmen - du wirst garantiert nicht sterben, wenn du sie dreimal vor
dem Spiegel rufst, auch nicht wenn du das Ritual angeblich "richtig" machst, wie deine Freunde es so sagen.

Ich habe vor etwa ein oder zwei Jahren auch mal - versehentlich - Bloody Mary beschworen.
Damals war ich ungefähr elf Jahre alt. Ich habe ständig an sie gedacht, in Gedanken ihren Namen
wiederholt, wenn ich vor einem Spiegel stand - es passierte einfach spontan, ich hatte mir keine Gedanken
über die Folgen gemacht; für mich klang es ebenfalls nach Blödsinn, dass sie einen einfach so umbringt.

Anfangs geschah nichts, später hatte ich das Gefühl, beobachtet zu werden, hörte Schritte in meinem
Schlafzimmer, wenn ich unten im Wohnzimmer saß und einmal glaubte ich, laufendes Wasser in der
Badewanne zu hören - allerdings war ich zu feige, um nachzuschauen, ob da wirklich was war.
-> So würde ich das alles kurzgefasst beschreiben.

Wie auch immer, jedenfalls würde ich dir - und allen anderen - wirklich abraten, sie (nochmal) zu rufen. Ich habe lange gebraucht, um damit fertig zu werden - dabei bin ich mir immer noch nicht wirklich sicher, ob es Einbildung war oder nicht.

LG
evermore
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