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Gefühl von Hoffnungslosigkeit im Schlaf?

Allgemeine Fragen über Träume sind hier sehr gerne gesehen.

Gefühl von Hoffnungslosigkeit im Schlaf?

Beitragvon lupolius » Sa 12. Sep 2015, 02:53

Hallo alle zusammen.

Ich war des längerem schon nicht mehr im Forum unterwegs,
Aber jetzt habe ich eine Frage die mich jedoch wieder hierher wirft.

Und zwar habe ich heute einen seltsamen Traum gehabt, wenn man es so nennen mag.
Es fing gewöhnlich wie immer an, wobei ich mich so gut wie kaum an etwas erinnere.
Ein paar Menschen hier, Unterhaltungen da, alles stinknormal.

Doch dann ist etwas Fragwürdiges passiert.
Es war für einen Moment so, als wäre ich nicht mehr in einem Traum, zwar noch mit
geschlossenen Augen und im Zustand des Unbewussten,aber meine Gefühle haben sich plötzlich eingeschaltet,
während ich Bildern von einigen Bekannten vor das innere Augen haben schiemen sehen.
Plötzlich wurde mir bei einer Person ziemlich mulmig zumute, denn als ich sie sah (Sie war weiblich)
Kam in mir ein starkes Gefühl von Hoffnungslosigkeit auf, so stark, dass ich währenddessen des Lebens müde wude.
Während dieses Bild mich weiter in diesen Sog hereinsinken ließ, kreisten mir blitzartig Fragen durch den Kopf
wie:

"Was soll ich noch auf dieser Welt?"
"Wieso ist mein Leben so sinnlos?"
"Wieso versuch ich es überhaupt noch?"

Es war also ein schneller wechsel von einem Normalzustand in eine kurzzeitig starke Depression,
allerdings kam mir schnell ein unbehagen auf und etwas schien mir zu sagen, dass dies nicht mir selbst entspricht,
es fühlte sich falsch an.

Ich weiß zwar nicht wie, aber das Gefühl schien zwar erst zu verschwinden nachdem ich mich dessen Gedanken entziehen wollte, aber irgendwie wollte es mich mehrmals wieder in diesen Sog zurückbekommen
Das ging ca. 3-4 mal so bis ich erwacht bin.

Da ich mir das nicht erklären kann, weil ich das zum ersten mal gespürt habe und ich im Internet
auf keine ähnliche Situation gestoßen bin, wollte ich das mal hier Reinstellen. :-D
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Re: Gefühl von Hoffnungslosigkeit im Schlaf?

Beitragvon Lytical » Sa 12. Sep 2015, 20:37

lupolius hat geschrieben:"Was soll ich noch auf dieser Welt?"
"Wieso ist mein Leben so sinnlos?"
"Wieso versuch ich es überhaupt noch?"

Wenn du dir deine drei Fragen beantwortest, hast du ein Ziel mit Sinn und Motivation.
Der Weg ist das Ziel ^^

...

lupolius hat geschrieben:Es war also ein schneller wechsel von einem Normalzustand in eine kurzzeitig starke Depression,
allerdings kam mir schnell ein unbehagen auf und etwas schien mir zu sagen, dass dies nicht mir selbst entspricht,
es fühlte sich falsch an.

Ich werd das Gefühl nicht los, dass da deine Schattenseite zum Vorschein gekommen ist. Emotionen und Gedanken welche verdängt wurden auf die Schattenseite der Psyche. Evtl. schiebst du ja insgeheim Hass auf diese kranke Welt heutzutage und da du das nicht zulässt ( "dass dies nicht mir selbst entspricht, es fühlte sich falsch an"), versucht dieser Schatten zunehmend wieder in die Persönlichkeit integriert zu werden.
Das ist an sich nichts schlechtes; es stellt nämlich eine treibende Kraft für Veränderung dar und außerdem steht dir dann auch etwas mehr Psi zur Verfügung, da du nach der Integration des Schattens keine permanenten Bemühungen mehr anstellen musst um die Schattenseite zu verdrängen.
take it easy ^^
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Re: Gefühl von Hoffnungslosigkeit im Schlaf?

Beitragvon MASRUR » Mo 14. Sep 2015, 17:38

Hallo lupolius,

na ja, auch (nur) zum Lesen lohnt es sich durchaus, ab und zu mal im Forum aufzuschlagen :D

So, dann also mal zu deinem Traumgeschehen.

Generell einmal betrachtet: ich gehe davon aus dass du in aller Regel eher ein emotional relativ ausgeglichener Mensch bist und nicht besonders zu Stimmungsschwankungen und Depris neigst?

Ähnliche Träume sind ja nicht soo selten, wohl aber eigentlich schon, wenn sie sich so inhaltskonzentriert darstellen.
Es ist auch nicht so selten, dass man aus einem ganz "normalen" Traum in einen Zwischenbereich hinein rutscht, wie du ihn beschreibst.
Dabei wird man sich durchaus auch bewusst, dass man nicht mehr in einem ganz ordinären Traum ist, sondern die weiteren Geschehnisse nahezu real erscheinen.

Andererseits kann man selbst in einem "normalen" Traum durchaus sehr emotional reagieren bzw. empfinden, so dass solche Emotionen schon sehr an das Gefühl gehen, mit welchem wir Emotionen im normalen Alltagsleben erfahren.
Meist sind solche in Zwischenbereichen auftretenden Emotionen jedoch noch ein ganzes Stück intensiver und werden auch genau so empfunden.

Du hast da ja auch ganz zutreffend selbst beschrieben:
"Es war für einen Moment so, als wäre ich nicht mehr in einem Traum, zwar noch mit
geschlossenen Augen und im Zustand des Unbewussten,aber meine Gefühle haben sich plötzlich eingeschaltet, …"


Wenn ich nun nach deinen Schilderungen spontan definieren soll, was da gerade passiert ist, so komme ich infolge eines ziemlich unterbewussten "Geistesblitzes" zu diesem Ergebnis/dieser Erklärung:

Wenn Du sagst:
"während ich Bildern von einigen Bekannten vor das innere Augen haben schiemen sehen.
Plötzlich wurde mir bei einer Person ziemlich mulmig zumute, denn als ich sie sah (Sie war weiblich)"


stellt sich mir die Frage, ob du diese div. Personen, die du als "Bekannte" definierst auch konkret identifizieren kannst, du also sagen kannst, welche deiner Bekannten aus dem Alltagsleben sie sind (waren). Die gälte insbesondere auch für diese weibliche
Person. Dabei ergibt sich weiterhin die Anschlussfrage, wie gut du diese dann kennst.

Sodann schreibst du,
"Kam in mir ein starkes Gefühl von Hoffnungslosigkeit auf, so stark, dass ich währenddessen des Lebens müde wude.
Während dieses Bild mich weiter in diesen Sog hereinsinken ließ, kreisten mir blitzartig Fragen durch den Kopf
wie:
"Was soll ich noch auf dieser Welt?"
"Wieso ist mein Leben so sinnlos?"
"Wieso versuch ich es überhaupt noch?"
Es war also ein schneller wechsel von einem Normalzustand in eine kurzzeitig starke Depression,"


Weiter sagst du dann ausdrücklich:
"allerdings kam mir schnell ein unbehagen auf und etwas schien mir zu sagen, dass dies nicht mir selbst entspricht,
es fühlte sich falsch an."


Um deinen vorstehend zuletzt zitierten Gedanken zuerst aufzugreifen, also ich würde deiner diesbezüglichen Aussage durchaus zustimmen.
Ich meine vielmehr, dass diese Depression lediglich eine Projektion besagter Bekannten (weiblich) die - mehr oder weniger zufällig, das sei einmal dahin gestellt - zu sein scheint.
Möglicherweise handelt es sich bei dieser Emotion in der Tat um eine auf diese weibliche Person zutreffende depressive Haltung, die bei dir (Zufall oder nicht) auf einen empathischen Punkt getroffen ist und bei dir daher diese Emotion ausgelöst hat.
Danach gehe ich davon aus, dass dir diese Person näher (besser) bekannt ist, also nicht etwa nur irgend jemand, den du von lediglichen Aneinander-Vorbei-Gehen kennen würdest, was jedoch andererseits nicht unbedingt zwingend ist.

Na ja, wenn du dich gegen dieses (fremde) Gefühl wehrst, dann ist es schon normal, dass es sich verringert und dann ggf. versucht, zurückzukommen (wenn sich die auslösende Person wieder stark auf dich oder das Gefühl selbst konzentriert.
Dabei musst du nicht einmal als DU SELBST das Ziel der Emotion sein, sondern einfach nur nach Anlass, Verfügbarkeit, Ortsnähe und/oder Gelegenheit, sowie einem emotionalen bzw. empathischen Berührungspunkt als nächstgelegen verfügbar bist. Unter einer anderen Konstellation hätte diese Emo auch jemanden anderes treffen können statt dich.

Es dürfte sich meiner Ansicht nach also um den emotionalen Zustand dieser weiblichen Person gehandelt haben, den du so krass mitgekriegt hast.
Dem nach dürfte diese jedenfalls einige Probleme haben, die sie einerseits überdurchschnittlich belasten und auch, mit denen sie einige Schwierigkeiten hat, unter Kontrolle/in den Griff zu kriegen.

Die Tatsache, dass dich diese Emo 3 oder 4 mal wieder in diesen emotionalen Kreisel ziehen wollte, spricht meiner Ansicht nach auch dafür, dass die auslösende Person sehr grosse Probleme mit ihrer Situation hat und möglicherweise auch zu Kurzschlussreaktionen neigen könnte (nicht aber in diesem Falle auch zwingend muss).
Jedenfalls würde ich einer solchen Person dringend anraten, sich für ihr Problem fachliche Hilfe zu suchen und zwar kurzfristig.

So, das wäre das, was ich dir dazu sagen kann.
Nicht nur ich wäre selbstverständlich sehr daran interessiert, zu erfahren, wie die Sache weiter gegangen ist.

Natürlich hätte ich dir auch schon früher auf deinen Beitrag antworten können, aber ich habe mir deinen Post mehrfach und in den letzten Tagen durch den Kopf gehen lassen, jedoch bin ich immer wieder nur zu diesem Ergebnis gekommen, welches ich dir nun heute hier mitteile.

Natürlich kannst du deine geschilderte Erfahrung auch einfach als Traumgeschehen beiseite schieben und vergessen und gut is.
Wie du letztlich mit dieser Erfahrung umgehst, wenn überhaupt, muss natürlich dir überlassen sein,

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Dumme Menschen kann man nur verachten, besonders wenn ihr Ego genau so gross ist wie ihre Dummheit - ich jedenfalls habe weder Geduld noch Toleranz für sie - Halali!, search the fool!
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Re: Gefühl von Hoffnungslosigkeit im Schlaf?

Beitragvon lupolius » Mo 28. Sep 2015, 14:20

Ich danke euch für diese tollen Antworten.

Und ja diese Person ist mir eine sehr Bekannte gewesen die ich gesehen habe.
Um ein paar Details einzufügen, ich habe wegen diese Person ein paar schlaflose Nächte hinter mir gebracht wenn ihr versteht.
Sie ist die Schwester meiner Ex-Freundin.
Ich habe seid einiger Zeit schon Gefühle für sie gehegt und gerade deshalb, bevor es zu weiteren Ausschreitungen
gekommen wäre, mit meiner damaligen Freundin Schluss gemacht.
Und egal was ich bis jetzt tat, es sind schon 10 Monate her, ich kam immer wieder auf sie zurück.
Ich weiß nur nicht was mich an sie hält, es ist wie so ein Bann und da bin ich immer noch nicht raus.

Die Erklärung darüber, dass sie schwere Probleme hat klingt ziemlich logisch, denn es gib einige Sachen in deren Familie
die immer wieder zu Konflikten führen und sie selbst ist eigentlich auch nicht gerade die Freude selbst.

Einen großen Dank nochmal, das erklärt einiges.
Ich wüsste nur nicht wie ich in Zukunft mit dieser Person umgehen sollte.
Letztenendes bin ich innerlich Gespalten, sodass ich zwar teilweise dieser Person weiter verfallen bleiben möchte, weil ich glaube, dass es nichts bringt von ihr loskommen zu wollen, da ich immer wieder durch irgendwelche "Zufälle" mit ihr Kontakt aufnehme.
Andererseits sagt mir etwas, dass ich womöglich nur auf der Stelle trete und einfach nur innerlich zu schwach bin um sie loszulassen und alles besser wäre wenn ich mich von ihr löse und den ganzen Leuten die ich mit ihr Verknüpfe.
Wäre das vielleicht der Grund dieses "Traums"?

Nur ist das Problem, dass ich schon etliche male versucht habe mich von dieser Person und den anderen die ich mit Ihr Verbinde, zu verabschieden, doch wie gesagt bin ich immer zu dem Ausgangspunkt zurück wo ich angefangen habe.
Und dann frage ich mich ob nicht etwas größeres dahinter steckt, aber das können wir ja außer acht lassen.

Und Ich habe vor einiger Zeit nur zu Stimmungsschwankungen geneigt, jedoch habe ich mittlerweile gelernt mit diesen
umzugehen und sie schnellstmöglich auszuknipsen, bevor diese Kontrolle über mich erlangen.
Zuletzt geändert von MASRUR am Mo 28. Sep 2015, 16:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Der Post des letzten Absatzes wurde mit vorstehendem Beitrag zusammengezogen. [Doppelposting]
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