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Wasserfasten

Gesunde Ernährung ist wichtig ... hier kannst du darüber diskutieren

Wasserfasten

Beitragvon -Elienne- » So 11. Nov 2012, 20:25

Das Wasser- und Teefasten stellt eine rigorose Fastenpraktik dar. Dejenige, der fastet, nimmt nur Wasser und Kräutertees wie Pfefferminze oder Kamille zu sich. Hier ist allerdings obacht geboten: Kamillentee hilft bei weichem Stuhlgang, ist aber destrukiv bei Verstopfungen!

Weshalb ich dieses Thema anspreche? Weil ich bisher noch nie gefastet habe und darin auch keinen Sinn erkennen kann. Gestern allerdings wachte ich mit einem immensen Durstgefühl auf. Als Anhängerin der instinktiven Ernährung lauschte ich meinem Körpergefühl. Dieses Gefühl währte den ganzen Tag: Ich nahm nur Wasser zu mir und hatte ohne es zu bemerken eine eintägige Wasserkur durchgeführt. Ich erfreute mich kompletter Gesundheit, ging sogar Joggen und machte Ballettübungen. Mein Verstand war klar. Zum Abend hin überkam mich eine Müdigkeit, die mich gegen 20 Uhr ins Bett fallen lies. Komplett hatte ich nur 12 Stunden auf den Beinen zugebracht.

In der Nacht dann der Wandel: Als mein geliebter Mieter über mir um 1 Uhr morgens nach Hause kam, Musik einlegte und sich lautstark unterhielt, wachte ich mit rasendem Herzklopfen zu Technomusik in meinem Bett auf. Ich wollte mich erheben und zur Toilette wandeln (das Wasser rief), als ich feststellte, dass mich ein derartiger Schwindel überkam, dass ich mich wieder auf die Bettkante setzte.

So verlief die Nacht zwischen nicht-Einschlafen-können und Toilettengängen. Am Morgen ging es mir noch schlechter und ich meldete mich auf Arbeit krank. Zum Frühstück reichte mir das Wasser nicht mehr, mein Körper schrie jetzt regelrecht nach Nahrung. Es gab innerhalb von anderthalb Stunden (!) zwei Zwetschgen und einen Löffel Honig. Mehr fasste mein Magen nicht. Bereits nach der ersten halben Zwetschge schüttelten mich Würgereflexe, die Zwetschge hielt aber im Magen Stellung.

Was geschieht beim Wasserfasten?

Beim Wasserfasten greift der Körper auf die vorhandenen Depots zurück. Da keine Nährstoffe zugeführt werden, erleidet der Organismus sehr schnell einem Mangel. In der heutigen Zeit mit Nahrung zuhauf ist der Körper auf das für Organismen typische gelegentliche Fasten keine Gewohnheit mehr. Wasserfasten sollte man nur in Betracht ziehen, wenn der Körper komplett gesund ist, keine chronischen oder sonstigen Leiden vorhanden und der Organismus gut mit Nährstoffen versorgt sind. Auch Raten Experten das Wasserfasten zwischen ein und maximal drei Tage durchzuführen.

Wasserfasten, das vom Verstand herbeigerufen wird, sollte nicht durchgeführt werden! Die Gefahr ist zu groß, dass euer kompletter Kreislauf zusammenbricht! Er ist das Fasten nicht gewöhnt. Mit dem Ausbleiben von Nährstoffen und der Zufuhr von Wasser stellt der Körper den Stoffwechsel komplett um. Die kann sehr starke Auswirkungen auf euch haben.

Bevor ihr ein solches Experiment wagt, befragt bitte vorher ausgiebig euren Körper und versorgt ihn ein paar Tage zuvor ausreichend mit den nötigen Nährstoffen. Besser ist es jedoch eine sanftere Fastenart zu wählen. Hier bieten sich das Heilfasten oder eine Obstkur an. Die Auswirkungen sind nicht so rigoros wie jene des Wasserfastens.

Mir geht es, 4 Stunden nach dem ersten kleinen Frühstück und einem anschließenden Einkauf, wieder sehr gut. Ein wenig wackelig bin ich zwar noch auf den Beinen, aber der Schwindel sowie die Übelkeit, Hitzewallungen und Fieber sind verschwungen. Mein Verstand war die gesamte Zeit über klar, in diesem Forum behandelte Fähigkeiten gingen ebenso wie sonst vonstatten.

Eine letzte Bitte an euch: Geht sorgfältig mit eurem Körper um! Er ist euer Diener und ihr seid seiner!
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Re: Wasserfasten

Beitragvon -Masrur- » So 11. Nov 2012, 20:26

Elienne » 29. August 2012, 13:55
Die Antwort auf die dir selbst insgeheim schon gestellte Frage gibst du dir bereits einige Zeilen später schon selbst:
" Weil ich bisher noch nie gefastet habe..."

Auch Fasten, sprich Hungern will gelernt sein. Nein, das sind nicht zweierlei Dinge! Alles was unter 600 Cal/Tag Intake ist, ist de facto Hungern. Fasten ist nur ein geschönteres Wort dafür.
Wer "Wasserfasten" oder ähnliches betreibt hungert sogar extremer als diejenigen, die sich pro Tag nur ein oder zwei Äpfel, oder ein Tellerchen grünen Salat gönnen.

Der primäre Sinn der Flüssigkeitsaufnahme ist, das sich zwangsläufig bildende Hungergefühl zu unterdrücken.
Es ist also gar nicht verwunderlich, wenn man Nachts plötzlich mit einem gesteigerten Durstgefühl aufwacht, weil der Magen leer ist und rebelliert.
Und noch weniger ist es verwunderlich, wenn beim gewohnt arglosen Aufstehen am anderen Morgen der Kreislauf mal kurz in den Keller fällt und es einem schwindelig wird, verbunden mit einem entsprechend heftigen Übelkeitsgefühl.

Und wer dann auch noch so unvernünftig ist, in diesen leeren Magen gleich noch 2 Zwetschgen zu werfen, egal ob mit oder ohne den alibimässigen Löffel Honig, dem ist eigentlich auch nicht mehr zu helfen.

Zwetschgen, egal ob roh und frisch oder getrocknet, haben die Eigenschaft, die Darmtätigkeit sehr kurzfristig und heftig anzuregen - die gleiche Eigenschaft hat auch der im Honig enthaltene Zucker. Das wusste schon Großmutter und gönnte sich morgends auf nüchternen Magen die abends im lauwarmen Wasser eingeweichten Trockenpflaumen - um dann mit mehr oder weniger grossen Schritten einem gewissen Örtchen zuzueilen. :lol:

Und was lernen wir nun daraus?
Es nicht immer gut, auf spontane Einflüsterungen des Körpers zu hören, denn das kann auch mal ganz schön spontan in die sprichwörtliche Hose gehen und wenn das dann auch noch die eigene ist....

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