Go to footer

Das 6.+7. Buch Moses,Schlüssel zur höchsten Stufe der Magie?

In dieser Rubrik könnt ihr einschlägige Bücher vorstellen oder Buchbesprechungen gelesener Bücher verfassen, die mit den Themen dieses Forums vereinbar sind.

Das 6.+7. Buch Moses,Schlüssel zur höchsten Stufe der Magie?

Beitragvon MASRUR » Sa 29. Dez 2012, 14:04

Ein Mythos wird vom Sockel gestossen -
was hat es mit dem 6. und 7. Buch Moses wirklich aufsich?














Das 6. + 7. Buch der Moses - Moses magische Geisterkunst, …
Frank Jaspers
Taschenbuch
EUR 19,80
---
Gebundene Ausgabe: 253 Seiten
Verlag: Planet Verlag; Auflage: Neuauflage in Kunstleder o. Jahr (1950)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 710011568X
ISBN-13: 978-7100115681
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5 Sterne (wofür auch immer)
Keine Preisangabe


Wer hätte nicht schon einmal von den geheimnisumwitterten Büchern des Moses, dem 6. und 7. Buch, gehört?

Moses wird - mit Gottes Hilfe wirkend, wie die Bibel uns schildert - als wohl einer der grössten Magier aller Zeiten (vor Jesus) angesehen.
Wen wundert es also, dass einige der geheimnisvollen Bücher des Moses von den christlichen Machthabern aus der Bibel wohlweislich herausgehalten, unterdrückt, worden sein sollen.
Jedoch, so sagen "Eingeweihte" und Kenner der "Heiligen Schrift", gäbe es die geheimnisvollen Bücher des Moses sehr wohl und würden nur - aus guten Gründen - von der heiligen Mutter Kirche, bzw. deren göttlichen Stellvertretern, den Päpsten, in den tiefsten Gewölben der vatikanischen Geheimarchive unter Verschluss gehalten, weil das enorme Wissen - namentlich das des 6. und 7.Buches Moses - die Kirche ihrer Machtpositionen berauben würde.
Dieses hochbrisante Geheimwissen sei eine globale Gefahr in den Händen des gemeinen Volkes, eine Missbrauchsgefahr durch einige Machthungrigen zu gross, als dass man solches übermächtige Geheimwissen in öffentliche Hände, in die Hände des Pöbels, gelangen lassen dürfte. Der Schaden, die Folgen einer allgemeinen Verfügbarkeit des mosaischen Geheimwissens für jedermann sei unverantwortlich - da es nur in den Händen der direkten Stellvertreter Gottes auf dieser Erde in verantwortungsvoller Verwaltung gehalten werden könne.
Und aus einem weiteren Grunde beanspruchte die röm-kath. Kirche das absolute und alleine Mandat des Besitzes der machtvollen magischen mosaischen Bücher: Moses sei schliesslich von Gott höchstpersönlich bestimmt und mit den unermesslichen magischen Kräften ausgestattet worden, um sein auserwähltes Volk aus Knechtschaft und Sklaverei der Ägypter heraus, in das heilige Land, in dem Milch und Honig fliesse, hinein zu führen.
Weil eben Moses - wie in Folge auch die Päpste bis auf den heutigen Tag - als die direkten Stellvertreter Gottes handeln, stehe es allein auch nur eben jenen zu, über dieses unbeschreibliche Geheimwissen zu wachen, es zu behüten und vor dem Zugriff der Unwürdigen sicher zu verwahren.

Wie aber konnte es dann gelingen, dass das 6. und 7. Buch des Moses aus diesem vermeintlich doch so sicheren Gewahrsam schliesslich dennoch in die Hände einer angeblichen 'gebildeten Elite' aus dem gemeinen Volke gelangen konnte und wie, dass gerade diese beiden magischen Bücher des Moses - nach nicht wirklich bestätigten Beweisen - plötzlich um 1522 "aufgefunden" wurden und als mosaischer Schlüssel zum Tor in die Welt der hohen Magie angesehen, plötzlich von Übersinnlichgläubigen zu besitzen so begehrt war, wie kaum etwas anderes auf dieser Welt.
Nicht weniger begehehrt waren die magischen Folgebücher, das 8.und 9. sowie 10. und 11. die Moses zugeschrieben wurden.
Schon über etliche Jahrhunderte hinweg wusste sowohl der Volksmund als auch die Literatur davon zu berichten, das es diese weiteren Werke des Moses gäbe, die dann schliesslich auch im Anfang des 16.Jh. aufgefunden worden seien.
Aber keine der mosaischen Bücher des magischen Geheimwissens waren jemals so populär und so begehrt, wie das 6. und 7. Buch.

In den 50er/60er Jahren boomte plötzlich das Interesse und die Nachfrage nach diesen geheimnissvollen Büchern des Moses und ebenso plötzlich schossen kleine, bisher unbekannte "Verlage" wie Löwenzahl aus dem Boden und verbreiteten Aufmerksamkeit weckende Inserate in gewissen Blättchen und 60-Pfennigs-Schmökern (die früher so beliebten Krimi-, Western- oder Liebesromanheftchen die man an fast jeden Kiosk im Angebot vorfinden konnte) aus dem Hause Bastei-Verlag u.a.
Wenn man den Anzeigen glauben durfte, so beanspruchte jeder dieser zuvor unbekannten und unbedeutenden Versandverlage, nur dieser sei in der Lage, das wahre 6. u. 7. Buch Moses zu vertreiben, nur das von ihnen verkaufte sei das echte Vermächnis magischer Kunst und magischen Wissens.
Und genau so magisch waren auch die Preise, die für dieses Geheimwissen von den potentiellen Kaufinteressenten gefordert wurde, so um die 20,00 DM wenn ich mich richtig erinnere. 20,00 Mark waren zu der Zeit viel Geld, wenn man bedenkt, dass ein Brötchen zu der Zeit gerade einmal 2 oder 3 Pfennige gekostet hat, also gerade einmal 1 Eurocent.
Für die Zeit waren 20 DM (heute umgerechnet 10 Euro).
Aber, so wurde in den massiven Werbeaktionen evl. Interessenten eingebläut, dieses geheimnisvolle Buch zu besitzen sei ein absolutes Muss für jeden, der sich auch nur ein Wenig mit dem Übersinnlichen befasste.
Und so schenkte schliesslich auch ich diesen Webeversprechen in jugendlicher ignoranter Dummheit Glauben und sparte mir mit eiserner Verbissenheit den Kaufpreis zusammen um an diesem heiligen Wissen und Können des grossen Moses teilhaben zu können.

Ab er ich hätte es - zumindest aus heutiger Sicht gesehen - wirklich besser wissen müssen.
Den ganzen Versprechungen, den zu-schön-um-wahr-zu-sein-Velockungen zum Trotz sollten diese myteriösen Anpreisungen und Versprechungen nur dem Zwecke dienen, den Dummen das Geld aus der Tasche zu ziehn und die Kassen der Vertreiber zu füllen, die natürlich ihre geschäftstüchtigen Geschäftsadressen in der Schweiz, in Östereich oder einem dieser Anrainerländer hatte.

Nachdem der Kaufpreis gespart, das grosse Buch der geheimnisvollen mosaischen Magiekunst bestellt und schliesslich auch von dem Postboten ins Haus gebracht wurde, wichen die hohen Erwartungen einer masslosen Ernüchterung, als die ersten Seiten geradezu verschlungen waren.
Von mosaischer geheimer Magie keine Spur! Dafür aber zum Lachen reizende, fabelhafte Behauptungen "magischer" Rituale, die wirklich niemand ernst nehmen konnte und noch weniger wirklich denken wollte, dass sie, wie beschrieben, jemals funktionieren sollten.
Und als man sich dann endlich in dem der Bestellung beiliegenden Schreiben darüber informieren wolle, wie man diese Lächerlichkeit wieder los werden und sein sauer Gespartes wieder zurückkriegen könnte, wurde ich darüber belehrt, dass eine Rückgabe des Buches nach Öffnen der Versiegelung nicht gestattet sein.
Neben der Dummheit der Gutgläubigkeit hatte man nun auch noch den Schaden, denn den Kaufpreis war man ebenso los, wie seine Illusionen nach dem Lesen der ersten Kapitel.

Und so will ich euch das eine oder andere Geheimnis mosaischer Magie und Zauberkunst nicht vorenthalten.
Aber seht selbst - mit Moses und seine gottgegebenen Wundern hat das rein gar nichts zu tun, eher werden die Gründe offensichtlich, warum es in vergangener Zeit die Hexenverfolgungen gab und voller Abscheu von Teufelswerk sprach.

1. Beispiel: Seite 154
Die Hexenkunst des Blutstillens bei Nasenbluten und anderen Blutungen


"Blutstillen, es sey der Nase oder sonsten.
Nimm von der Hirnschale eines Menschen vorne aus der Stirn ein Stücklein eines Talers breit, leg's auf eine Röste, so wird's schwitzen. Der Schweiß trocknet ab, und lase es dernach über dem Feuer dörren, stoß es zu Pulver, und brauchs in warmen Bier; sobald du es in den Mund nimmst, so höret das Bluten auf. Es muß aber eines mannes Hinschädel sein, wenn's ein Mann brauchen will, und im gegenteil von einem Weibe, wen n's ein Weib brauchen will."

2. Beispiel: Seite 174
Die Hexenkunst Alkoholismus zu heilen


"Rausch.
Ein Teelöffel voll Kochsalz in einem Glas Wasser aufgelöst, ist gut gegen den Rausch.

Will man jemand von der Trunksucht heilen, so muß man eine Kröte lebendig mit den Händen in zwei Stücke reißen, diese in einen irdenen Topf zur Asche brennen und dann dem Betreffenden, wenn er sich in trunkenem Zustande befindet, mit Branntwein veermischt beibringen."

3. Beispiel: Seite 191
Die Hexenkunster der kinderärztlichen Behandlung


"Wie man kranke Kinder heilt.
Man spalte einen jungen kräftigen Steinobstbaum, so daß er oben und unten noch zusammenhängt und ziehe kranke Kinder mittags zwischen 11 und 12 Uhr dreimal mit dem Kopf voran hindurch unter Anrufung Gottes +. Das geschieht mehrere Tage hintereinander. Dann wird der Baum mit einem Verband versehen. Heilt die Wunde des Baumes, dann wird auch das Kind wieder gesund. Namentlich Bruchschäden werden so behandelt."

Und schliesslich auch noch ein
4. Beispiel: Seite 242
Die Hexenkunst der Schädlingsbekämpung


"Man vertreibt Ratten und Mäuse,
indem man an einem hohen Festtage vor Sonnenaufgang einen alten ungeputzten Schuh schweigend auf eine Kreuzung trägt und die Schuhspitze nach der Gegend richtet, wohin die Ratten und Mäuse auswandern sollen."

In dieser Art und Weise geht es fort und fort mit der angeblichen mosaischen hohen Kunst der Magie!, ganze 253 Seiten lang. Und die hier dargestellten Beispiele sind nicht einmal die Übelsten der in diesem "Meisterwerk" dargestellten.
Eines muss man dem Verfasser ja dennoch lassen: es gibt wirklich für alle Lebens- und Problembereiche dearartige oder ähnliche "Hexenkünste" der Heilung: sei dies im persönlichen Bereich, im Haushaltsbereich oder in Haus und Hof, Stallung und Garten - kein auch nur denkbar möglicher Anwendungsbereich wurde ausgelassen und selbst die Toten, deren Geister - die guten, wie die bösen - werden in der dem Buch so eigenen Sorgfalt abgehandelt.

So wird es dann auch sehr verständlich, wenn sich die Vertreiber dieses witzigen Büchleins nicht auf Rechnungslieferungen einliessen und zudem ein Rückgaberecht grundsätzlich in jener Zeit verweigerten, denn sonst hätten von 100 Bestellern eben wiederum 100 reklamierende Besteller ihr Geld zurück haben wollen.

Auf der anderen Seite kann man es jedoch verstehen, dass die Leute der damaligen Zeit alles, für das es ihrer Ansicht nach keine verständliche Erklärung gab mit übersinnlichen Eingriffen in Verbindung brachten, um überhaupt etwas Nachvollziehbares zu haben, an das man sich klammern konnte.
Das, was jedoch daraus an Ausuferungen zur Heilung oder Schadenabwehr, zur Wiederherstellung eines gewünschten Zustandes oder der Herstellungvon Kontakten zu einem verstorbenen geliebten Menschen an die Tagesordnung trat, ist wiederum für uns "modern" eingestellten Menschen völlig unnachvollziehbar.

Im Fazit ist festzustellen, dass die geheimen Bücher des Moses über dessen angebliche magische Geisterkunst eher die Erfindung geschäftstüchtiger, geldgieriger Mitmenschen war und ist und eher der allgemeinen Belustigung denn des seriösen Studiums magischer Künste dienlich ist.
Kurzum: für den, der nach Wissen und Wahrheit sucht eine absolute Enttäuschung und nicht das Papier wert, worauf dieses Machwerk gedruckt ist.
Auf die weiteren gleichartiger Werke, wie das 8. und 9., 10. und 11. usw. Buch Moses kann man daher - wenn es um seriöses Wissen geht - jedenfalls gut und gerne verzichten. Wer die Machwerke jedoch zum Zwecke der eigenen Erheiterung und Belustigung erwerben möchte, der wird zufrieden sein können ... :lol:

sagt MASRUR (KT)
Dumme Menschen kann man nur verachten, besonders wenn ihr Ego genau so gross ist wie ihre Dummheit - ich jedenfalls habe weder Geduld noch Toleranz für sie - Halali!, search the fool!
Benutzeravatar
MASRUR
Supervisor
Supervisor
 
Beiträge: 794
Registriert: Do 8. Nov 2012, 17:57
Wohnort: ich bin nur Transit auf dieser Erde - wo immer es mich hin verschlägt


Re: Das 6.+7. Buch Moses,Schlüssel zur höchsten Stufe der Ma

Beitragvon Zuka » So 30. Dez 2012, 01:53

Sehr gut! Über diese Bücher hatte ich schon viel gehört, besonders viel hielt ich aber auch nicht darüber... Erstens weil es anscheinend schon zahlreiche Beschwerden bzw. negative Rezessionen gab + weil ich keiner Religion (also Christentum, Judentum, usw.) angehöre, weshalb mich das nicht interessiert. Aber über diese Bücher bin ich schonmal gestolpert. Zum Glück habe ich die mir nie gekauft.
Benutzeravatar
Zuka
Daueruser
Daueruser
 
Beiträge: 84
Registriert: Sa 17. Nov 2012, 17:39


Re: Das 6.+7. Buch Moses,Schlüssel zur höchsten Stufe der Ma

Beitragvon MASRUR » So 30. Dez 2012, 12:23

@Zuka:
Über diese Bücher hatte ich schon viel gehört, besonders viel hielt ich aber auch nicht darüber... weil ich keiner Religion (also Christentum, Judentum, usw.) angehöre, weshalb mich das nicht interessiert.

Übersinnliches, Psionik, Magie, was auch immer in dieser Richtung und wie immer man es auch nennen mag ist nun wirklich keine Frage der religiösen Präferenz. Ganz im Gegenteil, das Paranormale steht über persönlichen Affinitäten, also auch über denen in religiösen Bereichen.
Ich gehe mal davon aus, dass du dich etwas unglücklich ausgedrückt hat °-°
Ob jemand ein gutes oder weniger gutes Mitglied seiner religiösen Anschauungen ist, hat eigentlich keine Bedeutung für Energiearbeit (wenn man einmal davon absieht, das in vielen Religionen Paranormales als "Teufelswerk" verschrieen ist).

Und ob Moses überhaupt jemals gelebt hat ist, jedenfalls nach unseren heutigen an Beweisführungen anzulegenden Kriterien, noch immer zumindest umstritten. Einige gehen davon aus, er habe tatsächlich gelebt, andere sind davon überzeugt, Moses sei lediglich eine fiktive Person, zumal man von den Darstellungen in den Alten Testamenten (Bücher Moses 1-5 AT) aus nichtchristlicher Sicht keine schlüssige Beweiskette ableiten können.
Ich persönlich neige dazu, davon auszugehen, dass Moses tatsächlich gelegbt haben dürfte, da die Darstellungen des AT doch sehr viele - für eine Existens Moses sprechende - Indizien aufweist (aber eben nur "Indizien", die für sich alleine keine definitive Beweisführung darstellen können).

Das, was allgemein über Moses und sein Leben bekannt ist, stellt sich jedenfalls folgendermassen dar:
SPOILER:
Moses - Referat (auszugsweise)
Moses ist die Hauptgestalt der biblischen Berichte im 2. bis 5. buch Mose des Alten Testaments (AT).
Daß Moses wirklich gelebt hat, ist durch diese Berichte gesichert, wenn auch manches nicht ganz widerspruchsfrei ist, weil die Niederschrift der mündlichen Überlieferungen erst Jahrhunderte später erfolgte.
Moses wurde wahrscheinlich im 13.Jahrhundert vor Christus in Ägypten geboren.
Sein Name ist ägyptischen Ursprungs, obwohl seine Eltern Hebräer waren.
Da die hebräischen Knaben auf Befehl des Pharaos getötet werden sollten, wurde er in einem Schilfkorb auf dem Nil ausgesetzt.
Durch die Tochter des Pharaos wurde er gerettet und wuchs später am Hof des Pharaos auf.
Als junger Mann nahm er sich der geknechteten Hebräer an; aus Empörung über die Mißhandlung eines Hebräers tötete er einen Ägypter und musste nach Midian fliehen.
Dort heiratete er Zippora, die Tochter des Priesters Jethro.
Während Moses einmal Jethros Schafe hütete, hörte er Gottes Stimme in einem Busch, der brannte, aber nicht verbrannte.
Gott gab ihm den Auftrag, nach Ägypten zurückzukehren und das hebräische Volk von dort fortzuführen in das Gelobte Land, das Gott ihm weisen werde.
.....
Nach dem biblischen Bericht hat der Zug ins Gelobte Land vierzig Jahre gedauert.
Moses starb bevor die Hebräer Kanaan erreichten, er hat das Gelobte Land nur vom Berg Nebo aus gesehen.
Wo er begraben ist weiß man nicht.
Quelle(n) für dieses Referat: vom Urheber keine Angaben gesetzt

Eines kann daraus jedenfalls ziemlich sicher geschlossen werden:
die Bücher Moses 6 - 12 - falls nicht bei nächster passender Gelegenheit weitere, ihm aus Prestigegründen zugeordneten (Mach-)Werke auf dem Markt erscheinen, haben absolut nichts mit dem besagten Moses zu tun.
Vielmehr spricht der "Inhalt" dafür, dass die angeblichen Moses-Bücher vielmehr spätmittelalterlichen Ursprunges sind, also wohl in etwa auf ein Zeitfenster 1430-1540 nCh zurückzuführen wären.

Zu den Hexenverfolgungen - welcher Zeitrahmen auf die Moses-Bücher ggf. anzuwenden sein düfte - mehr Informationen hier Hexenverfolgung/Zeitfenster Moses-Bücher 1-? und hier Hexen

Jedenfalls lassen die sich aus den Darstellungen der Moses-Bücher ergebenden Annahmen des lokalen Rahmens als Ägypten um die vermutete Lebenszeit des Moses ausschliesssen und vielmehr Europa wahrscheinlicher erscheinen.

Wie auch immer, für die Moses-Bücher als Fake (soweit auf Moses zurückgeführt wird) spricht fast alles, wie der (übervorteilte) Leser demnach selbst festzustellen in der Lage sein wird,

sagt MASRUR
Dumme Menschen kann man nur verachten, besonders wenn ihr Ego genau so gross ist wie ihre Dummheit - ich jedenfalls habe weder Geduld noch Toleranz für sie - Halali!, search the fool!
Benutzeravatar
MASRUR
Supervisor
Supervisor
 
Beiträge: 794
Registriert: Do 8. Nov 2012, 17:57
Wohnort: ich bin nur Transit auf dieser Erde - wo immer es mich hin verschlägt


Re: Das 6.+7. Buch Moses,Schlüssel zur höchsten Stufe der Ma

Beitragvon mutsu » Do 17. Jan 2013, 13:36

Bei den Büchern bin ich mir da gar nicht so sicher. Mein Dad hatte mir davon erzählt und wettete mit mir, dass ich dieses Buch (er meinte speziell ein einziges, was für die Aussage jedoch unrelevant ist) nicht besorgen könne. Darauf ging ich natürlich ein und kaufte mir ebenfalls so ein Exemplar wie MASRUR.

Als ich es ihm zeigte, lachte er nur und meinte, dass er kein Klopapier wollte. Als er sich nach dem Preis erkundigte, hatte ich ihm nur noch bestätigt, dass es ein Buch für die Fäkalientonne sei. Er meinte nur, dass ich das "Echte" wohl nicht bezahlen kann bzw. ich es mir nicht besorgen kann.

Dann erwähnte er noch, dass er das Echte kennt, allerdings besaß/besitzt er es nicht. Persönlich kenne ich also nur das von Dir vorgestellte Exemplar. Dieses halte ich ebenfalls für eine Fälschung. Ob das von meinem Erzeuger genannte Werk wirklich existiert, kann ich nicht bestätigen, er war bei diesem Thema jedoch sehr ernst (als ich mich über den Inhalt erkundigte) und verriet nichts. Ich bin diesbezüglich eher unentschlossen...


Zweifelnde Grüße =)
Benutzeravatar
mutsu
Einsteiger
Einsteiger
 
Beiträge: 17
Registriert: Mi 16. Jan 2013, 10:34


Re: Das 6.+7. Buch Moses,Schlüssel zur höchsten Stufe der Ma

Beitragvon MASRUR » Do 17. Jan 2013, 15:51

mutsu und ich dachte, meine ausführliche Buchkritik würde jedermann nun davon abhalten, für diesen "Mist" bare Teuros aus dem Fenster zu werfen - auch wenn ich deine besondere Motivation in diesem Falle dafür durchaus verstehe (nod)
Der Aussage deines Dad hinsichtlich der "Klopapier"-Klassifizierung kann ich allerdings nur stützen.
Andererseits ist diese Makulatur nun schon seit dem 16 Jh. als die "wahren, echten Werke des Moses" in Umlauf.
Die Neugierde der Menschen auf diesen ach so "geheimen" Inhalt ist unvermindert gross - einerseits sehr unverständlich, andererseits doch auch sehr verständlich, bei der Geheimniskrämerei, die darum betrieben wird. Jeder hofft halt, dass doch etwas Wahres dran sein könnte...

Wenn du jedoch sagst: "Er meinte nur, dass ich das "Echte" wohl nicht bezahlen kann bzw. ich es mir nicht besorgen kann.", dann sagt er damit absolut die Wahrheit, denn sie gehören zu den "verbotenen Büchern" im vatikanischen Sinne.
Unbestreitbar gibt es die Folgebücher der Moses-Bücher und absolut sicher ist es, dass diese einen ganz anderen Inhalt haben, als die schlecht produzierten Abzochkerausgaben, die überall kursieren.

Aber, wie ich noch eingangs sagte, es besteht die hinreichende Vermutung, dass diese "Originalausgaben" sich wirklich in den tiefsten Gewölben des Vatikans befinden und nach einiger Leute Wille besser nie wieder das Tageslicht erblicken sollen.
Dann erwähnte er noch, dass er das Echte kennt, allerdings besaß/besitzt er es nicht. Persönlich kenne ich also nur das von Dir vorgestellte Exemplar. Dieses halte ich ebenfalls für eine Fälschung. Ob das von meinem Erzeuger genannte Werk wirklich existiert, kann ich nicht bestätigen, er war bei diesem Thema jedoch sehr ernst (als ich mich über den Inhalt erkundigte) und verriet nichts. Ich bin diesbezüglich eher unentschlossen...

Obwohl ich deinen Dad ja nun nicht kenne und nichts über ihn weiss, aber das halte ich für ausgeschlossen, dass er tatsächlich das echte 6.&7. ff. kennen sollte. Die Existenz selbst will ich noch gar nicht einmal bestreiten, ab er der Inhalt ist sicherlich nicht der, der allgemein behauptet wird.
Und, der tatsächliche Inhalt dieser Überlieferungen ist sicherlich ein ernstzunehmendes Thema, ...

Andererseits sind die vatikanischen Geheimarchive die best gesichertsten Räumlichkeiten der Welt und um ein Mehrfacheres abgesicherter als Fort Knox, Area 51 und die Central-Archive der CIA zusammen.

Genaueres kann man zu den authentischen Moses-Schriften wirklich nicht sagen, alles bleibt dabei - aus den ersichtlich zutreffenden Gründen - auf Vermutungen beschränkt...

sagt MASRUR (KT)
Dumme Menschen kann man nur verachten, besonders wenn ihr Ego genau so gross ist wie ihre Dummheit - ich jedenfalls habe weder Geduld noch Toleranz für sie - Halali!, search the fool!
Benutzeravatar
MASRUR
Supervisor
Supervisor
 
Beiträge: 794
Registriert: Do 8. Nov 2012, 17:57
Wohnort: ich bin nur Transit auf dieser Erde - wo immer es mich hin verschlägt


Zurück zu Foren-Übersicht

Zurück zu Buchvorstellungen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast