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Wie entwicklt man eine naturwissenschaftliche Magie?

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Wie entwicklt man eine naturwissenschaftliche Magie?

Beitragvon Zuka » Mi 27. Jul 2016, 14:23

Hallo, (stille) Mitleser/innen. Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben und habe mich entschlossen hier einen Beitrag zu hinterlassen, der für den wissenschaftlich-interessierten Magier sehr von Nutzen sein kann.

Warum eine "naturwissenschaftliche" Magie?
Ich weiß, ich weiß. Ich bin gewiss nicht der erste, der von einer naturwissenschaftlichen Magie redet und erhebe auch nicht den höchsten Anspruch nun den heiligen Gral der Verbindung Spiritualität und Wissenschaft in der Hand zu halten. Ich habe allerdings in den vergangenen Monaten viel Literatur über Philosophie von der Antike bis zur Aufklärung durchgearbeitet und schließlich kam ich, nachdem ich Schopenhauer gelesen hatte, auf Kant, der für mich, ein wahres Wunder ist, denn er hat (zwar nicht bewusst) ein Instrumentarium geliefert, mit welchem man tatsächlich der Magie eine naturwissenschaftliche Grundlage geben kann. Ich habe alle drei Kritiken Kants durchgearbeitet, dabei mehrere Fremdwörterlexika neben mir liegend, und muss sagen, dass ich förmlich begeistert bin, dass ein Mann die ganze Welt auf den Kopf gestellt hat und mit einer nüchternen Klarheit und Sicherheit seine Thesen beweisen und darlegen konnte. Er bewies nicht nur, dass Materie als "Erscheinung" von unseren Vorstellungen gefüllt werden und das wir die Kräfte in sie nur hineindenken, nein, er bewies auch, dass wir tatsächlich einen freien, sittlichen Willen haben, alles auf Basis der Vernunft. Es mag heute immernoch Zweifler geben, doch, jeder, der Kants Beweise erst einmal gelesen hat, wird sich einsichtig erkennen und wer nicht, der soll die Lehre auch gänzlich ablehnen und nicht ein Stück von ihr herausnehmen. Entweder ganz oder garnicht!

Der Sinn einer naturwissenschaftlichen Magie liegt also darin, dass man ein Instrument hat, mit dem man bestimmte Effekte immer wieder wiederholen kann dank der Erkenntnis gewisser Gesetzmäßigkeiten der Erscheinungen bzw. des eigenen Denkens. Wenn man diese Gesetzmäßigkeiten genau erkennt, dann kann man ein magisches Paradigma entwickeln, das extrem präzise und genau ist. Zugleich aber muss jeder, der sich diesem widmet, eine gewisse ethische Verantwortung aufbringen, da eben, wie gesagt, diese Form des Paradigmas sich von vielen anderen unterscheidet, wenn sie denn wirklich akkurat und streng in erkenntnistheoretischen Grenzen haltend ausgeführt wird. Das Grundkonzept also ist die Entwicklung einer magischen Ontologie. Solch' eine Ontologie hat dann viele Vorteile; eines davon wäre bspw. dass man eben subjektive Erfahrungen in eine objektive Rahmenstruktur formalisieren kann. Während die Erfahrung selbst also subjektiv ist, wird sie durch die Modellierung objektiviert, indem man einheitliche Beschreibungen, Syntaxstrukturen, Organisierungen und Regeln, usw. schafft. Ich mache das bspw. durch Kants Kategorientafel, die ich aber für mich selbst extrem erweitert habe. (Der Begriff "Prädikabilien" mag hier nur die wenigsten daran erinnern)

Z.B. (um jetzt ein konkretes praktisches Beispiel zu geben) erlaubt eine solche Ontologie es dem Anwender eine Schleife durchzuführen und hellseherische (clairvoyant) Informationen in Entitäten zu channeln, was dann wiederum erlaubt die Informationen über physische Zustände innerhalb eines gegebenen Bereiches einzufangen, die dann in eine Reihe von Ereignissen zwischen Zuständen modelliert werden kann, um die Veränderung zu übermitteln, dass man etwas mittels Psychokinese verursachen will. Auch lässt es sich für telepathische Zwecke nutzen, besonders in der telepathischen Verteidigung.

Man sieht also, dass eine solche Ontologie und gleichzeitig naturwissenschaftliche Auslegung sowohl praktische (Ontologie) als auch theoretische (Naturwissenschaft) Vorteile hat. Wenn man alle in Kombination verwendet, kann man daraus ein sehr effektives System basteln, mit dem man sehr vorsichtig umgehen sollte.

Wenn diese Vorgehensweise so effektiv ist, warum gibt es dann niemanden der ein solches aufgebaut hat?
Eine wohl berechtigte Frage. Es gab schon in der Vergangenheit viele Okkultisten, die sich einem naturwissenschaftlichen Konzept bedient haben, meist aber ohne großen Erfolg. Dabei ist es tatsächlich möglich mit dieser Vorgehensweise, wenn man zusätzlich natürlich das entsprechende Training hat, eine naturwissenschaftliche Magie aufzubauen, die sehr effektiv sein kann. Wieso also ist das nur wenig öffentlich gemacht wurden bzw. wieso sehen wir denn überhaupt kaum etwas von diesen interessanten Erfolgen dieser Vorgehensweise? Die Gründe sind dafür vielversprechend. Zum einen gibt es immernoch menschliche Grenzen, die nicht einfach so überschritten werden können. Während unser Geist selbst (der Mentalkörper) von allen Gesetzen der Natur gänzlich unabhängig ist, ist aber unser physischer Körper gezwungen sich physikalisch zu äußern. Er kann also nicht einfach anfangen zu fliegen, weil man es will. Wer natürlich mittels der naturwissenschaftlichen Magie die Gesetzmäßigkeiten erkannt hat, könnte natürlich rein theoretisch levitieren. Aber hier ist der Haken: Selbst wenn man das Gesetz kennt und genau wüsste, wie man levitiert, ist es nicht einfach diesen Zustand zu induzieren, da es sich um gewisse physikalische Hindernisse handelt, die man nicht einfach überwinden kann. Doch man sei unbesorgt: Nichts ist in der Hinsicht unmöglich, wenn der Wille wirklich geschult genug ist, um zu wissen, wie er sich auf dem physischen Plan äußern kann. Die intellektuelle Kenntnis der Gesetzmäßigkeiten reicht aber dafür nicht aus. Da hilft nur Training und das kann oftmals, wer denn nicht begabt ist, sehr lange in Anspruch nehmen und hier muss man sich dann selbst die Frage stellen, ob man wirklich 30-50 Jahre Praxisarbeit nur dahin investieren will, dass man über dem Boden schweben kann.

Aber warum wurde solch' ein System nie in der Öffentlichkeit präsentiert? Entweder bin ich der erste, der das jemals in dieser Komplexität macht oder aber andere, die vielleicht genauso denken wie ich, behalten dieses System aus bestimmten ethischen Gründen für sich. Vielleicht gaben oder geben sie, so wie ich jetzt, nicht ihr eigentliches Paradigma preis, dafür aber eine Methode, wie man ein solches Paradigma entwerfen könne. Ich kann es nicht genau sagen, es ist allerdings klar, dass eine naturwissenschaftliche Magie wesentlich effektiver ist als jedes andere Paradigma der Magie, das auf normative Scheinwahrheiten gründet.

Wie entwickle ich nun ein solches naturwissenschaftliches Magieparadigma?
Um ein solches Paradigma zu entwickeln, ist zwangsläufig erst einmal mehr oder weniger ein gewisses Grundverständnis von "Naturwissenschaft" notwendig. Viele denken bei Naturwissenschaft an Empirie, tatsächlich ist aber der Empirismus (das sei am Rande erwähnt) einer der größten Schwächen der "modernen" Naturwissenschaft von heutzutage. Der Naturwissenschaftler von heute arbeitet nach der Maxime, dass sie keinen Satz anerkennen, der nicht durch Experiment (d.h. durch methodische Erfahrung) bestätigt werden kann. Gerade diese Mutierung des Empirismus, der an sich eigentlich nicht falsch ist, aber eben über alles gestellt wird also auch über die Vernunft, ist schädlich, denn er begünstigt die Aufhebung wahrer apriorischer Sätze, wie bspw. das von der quantitativen Gleichförmigkeit der Zeit, vgl. die spez. Relativitätstheorie (die übrigens kritikresistent geworden ist, obwohl gerade diese "Theorie" lauter Schwächen aufzeigt; Von der kleinen Kritikerbewegung wissen heute nur die wenigsten), durch Scheinbeweise, die nur indirekt möglich sind. Wie hoffentlich jedermann weiß sind indirekte Beweise nämlich keineswegs Experimentalbeweise, da zwischen dem Experiment und der These ein Schluss von der Konsequenz auf die Prämisse liegt, welcher niemals sicher ist, daher nicht die Valenz des direkten Experimentalbeweises hat. Ja, der direkte Beweis ist ebenso wie die direkte Widerlegung unmgölich. Daher ist der indirekte Beweis hier physikalisch unzulässig.

Wie also sollen wir jetzt Naturwissenschaft verstehen? Als eine Vernunftwissenschaft. Denn es gibt auch für die Naturwissenschaft unbedingt gültige apriorische Voraussetzungen; D.h. auch, dass die Naturwissenschaft ihre Mathematik nur auf schon Vorhandenes, z.B. auf gleichzeitige Phänomene, anwenden darf und nicht mittels Mathematik etwas neues erschaffen soll (wie es Einstein mit seiner Raum-Zeit-Krümmungsthese gemacht hat; Er hat die Mathematik missbraucht um die Realität zu seinen Gunsten gerade zu biegen)

Ziel also ist es, dass man erst einmal (betreffend Magie als Naturwissenschaft) sich die Frage stellt, wie wir, als Wesen, die Dinge um uns herum wahrnehmen. Wie sind sie aufgebaut? Sind sie immer so, wenn wir hinsehen? Könnten unsere Sinne uns nur täuschen und in Wahrheit handelt es sich nicht um das echte Ding, das wir sehen und meinen, dass es das echte sei? Was ist der Raum? Was ist die Zeit? Sind beide aneinander bedingt? Ist der Raum unendlich oder hat er auch ein Ende? Etc. Man muss also bei der Magie als Naturwissenschaft einen großen Teil auf das ICH liegen, da dieses nunmal die Hauptrolle im Geschehen spielt. Man lege auch einen besonderen Wert auf den "Willen" und versucht sich die Frage zu stellen, ob denn der Wille einfach nur Wille ist, ob dieser frei ist, ob es zwei oder mehrere Arten des Willens gibt, usw.

Wenn man dann die notwendigen Prämissen und Beweise für die Grundlage geliefert hat, muss man dann versuchen die nächste Gesetzmäßigkeit und Folgerung zu erkennen, die den Einfluss des Willens auf physische Dinge begründet und beweist. Was ist die Ursache dafür, dass der Wille Einfluss auf die Materie nehmen kann? Sind es vielleicht die Vorstellungen, die den Willen als eine Kraft des Ich erst zur Ursache physischer Wirkungen machen? Wenn ja, wo sind diese Vorstellungen gelagert? Liegen sie wirklich im physischen Gehirn? Wenn ja, wie genau lässt sich das untersuchen, es gibt Studien (http://www.spektrum.de/news/auf-wacklig ... en/1197507), die zeigen, dass viele Neurowissenschaften eigentlich garnicht so genau alle Zustände des Menschen im Gehirn erfassen können... Wenn nicht, wo liegen dann diese Vorstellungen? Innerhalb oder außerhalb von Raum und Zeit? Wie kommt es nun genau, dass sich die Organe des Leibes den Vorstellungen gehorcht? (Ist es tatsächlich das Unterbewusstsein, dass die Millionen an Informationen und Nervenbewegungen abgespeichert hat? Bspw. ein Kind, dass ein Lied hört, rollt sofort das Auge in die Richtung der Töne. Beruht all dies wirklich nur auf einer unbewussten Erkenntnis mikroskopisch kaum erkennbarer Nervenbahnen, von deren Dasein dem Kind keine innere Erfahrung je Kunde gab? -- gerade hier muss man ein wichtiges, meiner Ansicht nach, Augenmerk legen. Dahinter verbirgt sich etwas bestimmtes, das man aber durch intensives Nachdenken erschließen kann)
usw. Wie funktionieren die Sinne? Ist Entfernung (Distanz) echt oder nur illusiv? (Ich spreche von dem "durchsichtigen" Raum zwischen Beobachter und Objekt.)

Sollte man nun sich ein gewisses theoretisches Konzept aufgebaut haben, muss man versuchen es mit der Praxis in Einklang zu bringen. Ist man bereits ein praktizierender Psioniker/Hermetiker/Magier/Etc., dann sollte dies meist gelingen, da man (hoffentlich) das theoretische Modell auf die Praxis aufgebaut hat. Gerade das ist ohnehin sowieso besser als das theoretische Modell einfach aus reinem Denken aufzubauen. Hier muss Praxis und Theorie Hand in Hand gehen. Anschließend sollte man dann versuchen mittels dem theoretischen Konzept dann eine Praxistechnik aufzubauen und diese zu probieren. Erhält man ein Ergebnis, dass sich sowohl mit der theoretischen Erkenntnis als auch mit der Erfahrung deckt, dann ist das System funktionell. Solange das Konzept innerhalb der erkenntnistheoretischen Grenzen liegt ist dieses System auch mehr oder weniger universell anwendbar. Man wird im Laufe der Praxis natürlich irgendwann feststellen, dass es gewisse Erfahrungszustände gibt, die sich nicht mehr mit einem Gesetz decken. Hier ist es notwendig, dass man das entsprechende Gesetz entdeckt und dann, wieder zurückführend auf die erkenntnistheoretischen Grenzen, mit dem vorherigen Gesetz in Einklang bringt. Gelingt dies nicht, dann muss auch das vorherige Gesetz Fehler enthalten oder das gesamte theoretische Konzept ist fehlerhaft. Daher ist eine solche naturwissenschaftliche Ausarbeitung einer Magie NIEMALS zu unterschätzen. Es kann sehr wohl passieren, dass man, aufgrund von Fehlern des Fundaments, ein ganzes System zusammenbrechen und von vorne aufbauen muss. Wer sich natürlich mit einem unvollständigen oder fehlerhaften System alleine begnügen kann, der muss natürlich nicht von vorne anfangen. Wer aber den Titel seines Paradigmas "Naturwissenschaft" tragen lassen will, der muss natürlich immer bereit sein ganze komplexe Systeme, die man vielleicht über Monate oder sogar über Jahre aufgebaut hat, zu verwerfen, wenn sie Fehler enthalten, die das System zum Rütteln bringen.

Bei einer naturwissenschaftlichen Magie ist es im übrigen Voraussetzung niemals über die erkenntnistheoretischen Grenzen hinauszugehen. D.h. auch, dass man auf viele magische Traditionen und Mystifizierungen wie Gott, Engel, Dämonen, Genien, Leben nach dem Tod, etc. verzichten muss, denn es handelt sich, auch wenn man sie wahrnehmen kann, wie bei der Materie um "Erscheinungen", deren "Ding an sich" (also das "innen") wir nicht wirklich können und daher nur Vorstellungen und Kräfte dieser Erscheinungen von uns in sie hineinversetzen. D.h. ein Dämon als lebendes Wesen kann daher als "Ding an sich" irgendetwas echtes sein, es muss aber eben nicht lebendig, ein feuriges, hitziges Wesen oder sonstiges sein.

Warum teilst du dein naturwissenschaftliches Magieparadigma nicht mit uns? + Abschluss
Wie ich bereits erwähnt kann ein solches Paradigma sehr effektiv sein, daher auch für jeden, der sich magisch richtig geschult hat, sehr effektiv sein. Wenn man aber nun weiß, dass ein solches System auch gefährlich für einen selbst sein kann, bspw. wenn man es falsch anwendet oder wenn man irgendwie Experimente versucht, muss doch der Gedanke aufkommen, ob man wirklich sowas öffentlich machen will. Zugleich ist mein Paradigma inzwischen so komplex aufgebaut, dass es mir vermutlich kaum noch möglich wäre dieses System kurz darzulegen und ich ein ganzes Buch darüber schreiben müsste, ehe man das gesamte System begreift. Es mag hier vielleicht den einen oder anderen stören, aber all' diese Faktoren sowie meine ethischen Bedenken hindern mich daran mein System der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allerdings habe ich beschlossen, dass ich einigen wenigen, die sich mit Kants Philosophie auseinandersetzen und auch auf der magischen Praxis bewandert sind und denen ich die ethische Verantwortung zusprechen kann, doch die Gelegenheit gebe sich dieses System anzueignen.

Zum Abschluss sei erwähnt, dass, wie gesagt, ein solches System, wenn es richtig aufgebaut ist und die Gesetzmäßigkeiten richtig erkannt hat, ein sehr effektives Paradigma sein kann, welches auch auf Rituale und all' dem Brimborium verzichten kann. (Das sei' als kleiner Tipp erwähnt) Ich empfehle jedem, der wirklich anstrebt ein naturwissenschaftliches Magieparadigma aufzubauen sich etwas mit der Philosophie auseinandersetzt und sich Werke von der Antike bis zur Aufklärung durchliest. Speziell empfehlen kann ich immernoch Immanuel Kant und seine drei Kritiken; Dabei sollte man hier zunächst Kants Prolegomena lesen, das als Einführung zu Kants Kritiken dient.

MfG,
Zuka.
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Re: Wie entwicklt man eine naturwissenschaftliche Magie?

Beitragvon MASRUR » Do 28. Jul 2016, 22:11

Woaaah Zuka,

das ist mal wieder ein Beitrag, den ich "Top Qualität" im Sinne dieses Forum nenne!
Ich sag halt einfach nur mal schlicht und kurz: Danke! :D

Sehr gut aufgebaut und sehr logisch geschlussfolgert - zudem, dennoch nicht gerade leichte Kost, die du uns da vorsetzt.
Es bedarf zum Verstehen dieser doch recht komplexen Materie (naturwissenschaftliches Format) schon eines gewissen Studiums (im wahren Sinne des Wortes) der grundlegenden Basics und Fortschreibungen sowie des weiteren und weitgehenderen Eindringens in diese Materie.
Besonders unsere Hermetiker hier werden sich vermutlich auf diese Facharbeit stürzen.

Für mich persönlich beanspruche ich keineswegs den ununterdrückbaren Drang, in der Praxis auf diesem Gebiet zu arbeiten. Das heisst natürlich nicht, dass ich mich mit den Kant'schen Prinzipien nicht wieder mal oder überhaupt beschäftigen sollte/würde. Aber das wäre dann auch nur zu dem Zweck der Mitwisserschaft.
Das liegt jedenfalls nicht am fehlenden Interesse, sondern einfach daran, dass es mir zur naturwissenschaftlichen Magie einfach am dem entsprechenden Ehrgeiz fehlt :D
Mir liegt eher die "normale" anwendbare Psyonic, wenn sie notwendig ist und wie du ja aus meinen früheren Berichten wohl weisst, ist/wird mir die jeweisl fallweise Qualität und Quantität an "Magie" unbedingt an die Hand gegeben. Diese Aussage lässt allerdings andererseits auch keine Beurteilung über Intensität und Qualität dieser feinstofflichen Qualifikatioen zu.

Nun, jedenfalls wünsche ich mir, dass einige unserer User sich zu sowohl deinem Fachbericht als auch der Thematik selbst entsprechend noch äussern werden. Auf/an deren Meinungen bin ich jedenfalls sehr gespannt bzw. Interessiert, (nod)

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Psiformatik

Beitragvon Lytical » Di 23. Aug 2016, 18:33

Ich habe gerade mal in meiner alten cloud rumgestöbert und bin auf ein von mir entwickeltes Paradigma gestoßen; ich nannte es Psiformatik und Teile nun den Text einer Datei daraus:

Psiformatik = Lebensstil

Mit Informatik kann man sich die Welt erklären.
Durch Hacken wird nach eigenem Willen manipuliert.
Der Psiformatiker löst Probleme und eignet sich Fähigkeiten an.

Frage: Was passiert, wenn die Lust nach Psiformatik als Lebensstil vorrübergeht?
Der Psiformatiker ist überlastet und möchte sich, durch das abwenden von der Psiformatik, entlasten.
Die Entlastung erfolgte bisher durch eine “I don’t give a fuck”-Mentalität.
Jene Mentalität wird bis zu dem Zeitpunkt ausgelebt, an dem der “I give a fuck”-Effekt auftritt.
Was sollte die Zukünftige Alternative einer Entlastung darstellen?
Um ein effektiver Psiformatiker zu sein, sollte man sich die “I don’t give a fuck”-Mentalität abgewöhnen und sich stattdessen bewusst entlasten.
Meditation entlastet die Psyche.
D.h. der Psiformatiker sollte anfangen das “I don’t give a fuck” auf die Überlastung (Gedankengang; CPU-Auslastung, Arbeitsspeicher-Bereinigung, Defragmentierung) zu lenken und sich einem meditativen Zustand hingeben.
Häufige Ursache ist ein Energiemangel, welchem man entgegenwirken kann... Dazu eignet sich zum Beispiel eine energetisierende Meditation, Nahrung oder Schlaf.


Ordnung und Struktur sind essentiell um die Übersicht zu behalten.
Innerhalb dieser Struktur fällt der gezielte Willensfluss leicht.
Benutze das Whiteboard.

Das auftretende ‘Dark’ ist kein Gegenspieler dieses Konzepts, sondern ein Add-On. Dennoch ist es nicht ‘Grau’.

Die Haupt-Tools der Psiformatik sind: Meditation und Analytik.

Analysiere die Situation, lese den Code.
Verändere die Situation, schreibe den Code.

Als berufliche Tätigkeit wird Problemlösen und Kenntnisse/Fähigkeiten aneignen angesehen.

Eine Fähigkeit aneignen ist ein Programm schreiben und verbessern. Dieses Programm kann dann zukünftig abgerufen werden.

~
Da es nicht für die Öffentlichkeit geschrieben, sondern für mich, ist es selbstverständlich persönlich orientiert und wenn es ein anderer 'Psiformatiker' geschrieben hätte sehe es anders aus.
Möge es inspirierend sein und vielleicht werde ich ja noch (falls ich mich mal wieder mit diesem Paradigma auseinandersetze) einige Programme veröffentlichen.
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Re: Wie entwicklt man eine naturwissenschaftliche Magie?

Beitragvon MASRUR » Mi 24. Aug 2016, 01:06

Wie immer, ein schöner Beitrag, Lytical, (dap)

es versteht sich ja eigentlich von selbst, dass solche und ähnliche Progs jeweils individuell für/von den im Einzelnen Betreffenden erarbeitet werden/wurden. Das liegt schon in der Natur der Sache.
Aber das finde ich auch gar nicht soo schlimm, denn natürlich soll dies nur Anregung zur Eigeninitiative sein und nicht Abschreibe-Heft für Massenfaultier-Genetik :D
Letzteres würde wohl ohnehin nicht funktionieren, denn dafür sind die Progs viel zu sehr individuell und auf die Einzelperson zugeschnitten. Dabei ist naturgemäss auch insbesondere der innere, psychische und psyonische Status zu beachten und an diesen anzupassen. Und so funktioniert es ähnlich, wie der Schlüssel passend zum Schloss.

Andererseits sind auch Denkanstösse wesentlich bedeutender, wirksamer als fertige Konzepte, die nur nachvollzogen werden müssen, da sie einerseits viel für's Verständnis tun, andererseits der Lerneffekt wesentlich grösser und zum eigenen Vorteil ist.
Und daher finde ich deine Beiträge auch immer sehr von Nutzen für die die (ihr eigenes) Wissen suchen.
Da weiss man dann Denkanstösse oder neue Sichtweisen sehr wohl zu schätzen, denn sie helfen sowohl definitiv weiter als auch weiter zu kommen,

sagt MASRUR [KT]
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