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Was genau ist ein Dämon?

Du hast Erfahrungen mit Wesen oder hast Informationen, die du zur Verfügung stellen möchtest ? Nur herein mit dir

Re: Was genau ist ein Dämon?

Beitragvon Aylee » Mo 27. Okt 2014, 12:46

Sorry, dass du so lange warten musstest, xMSnake!

xMSnake hat geschrieben:Also, so wie ich das verstanden habe, reicht der pure Glaube aus, um ein dämonisches Energiemuster von einem bestimmten Ort fernzuhalten, egal ob böse oder nicht? Ist aber ganz schön unfair gegenüber den guten Dämonen. Heisst das nach der Logik nicht auch, dass allgemein alles böse an einem geheiligten Ort nicht existieren kann? Wieso funktioniert das dann nicht auch bei Menschen?


Stimmt. Ist unfair und deswegen halte ich nicht viel von dem ganzen Gut/Böse-Schwarz-Weiß-Konstrukt.
Und nun ja, es ist nicht der Glaube an sich, sondern die Präsenz des Wesens bzw. der Macht, die durch den Glauben anwesend ist, die das dämonische Wesen fernhalten. Viele jedenfalls, je nachdem, wie mächtig der Dämon ist, könnte er sich auch widersetzen und z.B. trotzdem in eine Kirche gehen, aber angenehm wird es nie sein.

Der Mensch ist kein feinstoffliches Wesen. Er hat einen festen Körper, ganz im Gegensatz zu Geistern und Co., die aus Energie bestehen. Man kann durch sie hindurchlaufen (ob das angenehm ist ist eine andere Frage :lol: ). Jedenfalls bedeutet für sie das Betreten eines ihnen feindlichen Energiefeldes einen massiven und sehr unangenehmen Eingriff in ihren Körper, wenn sie ihn nicht genug abschirmen können. Für Menschen ist das lange nicht so kritisch, der stoffliche Körper dient oft wie ein natürliches Schutzschild, das übersinnlichen Wesen meist fehlt.
Oder so. :-? Ich muss mir genauer Gedanken darüber machen, warum das bei Menschen nicht so funktioniert, aber ich bin sicher, dass es mit der unterschiedlichen körperlichen Beschaffenheit und höheren Sensibilität für Energie bei Dämonen zusammenhängt.

xMSnake hat geschrieben:Aylee, auch wenn das jetzt bischen vom Thema abdriftet, wie stehst du denn zur Religion und Gott? Deinem letzten Absatz entnehme ich eine gewisse Ironie.


Ich glaube, dass sämtliche Götter, die die Menschheit verehrt oder mal verehrt hat und dabei eine genügend große Energiemenge durch ihren Glauben erzeugt haben, existieren und dass sie alle eine Existenzberechtigung haben. Ich nehme an, dass du mit "Gott" den christlichen meinst, und ich stehe ihm recht neutral gegenüber. Ich würde ihn nicht verehren, weil ich stark mit Dämonen sympathisiere und da diese Sache mit dem unfairen Abweisen von ihnen ist. Darum mein Anflug von Ironie. Grundsätzlich habe ich großen Respekt vor allen Göttern und Religionen, aber ich gehöre keiner an. Ich habe meinen eigenen Glauben ;-) Wie denkst du darüber? (Evtl. wäre ein neuer Thread gut, wenn du das weiter vertiefen willst, das Ganze driftet von dem Thema von diesem wirklich ab).

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Re: Was genau ist ein Dämon?

Beitragvon Tonic » Mo 27. Okt 2014, 16:19

Aylee hat geschrieben:Der Mensch ist kein feinstoffliches Wesen. Er hat einen festen Körper, ganz im Gegensatz zu Geistern und Co., die aus Energie bestehen. Man kann durch sie hindurchlaufen (ob das angenehm ist ist eine andere Frage :lol: ). Jedenfalls bedeutet für sie das Betreten eines ihnen feindlichen Energiefeldes einen massiven und sehr unangenehmen Eingriff in ihren Körper, wenn sie ihn nicht genug abschirmen können. Für Menschen ist das lange nicht so kritisch, der stoffliche Körper dient oft wie ein natürliches Schutzschild, das übersinnlichen Wesen meist fehlt.
Oder so. :-? Ich muss mir genauer Gedanken darüber machen, warum das bei Menschen nicht so funktioniert, aber ich bin sicher, dass es mit der unterschiedlichen körperlichen Beschaffenheit und höheren Sensibilität für Energie bei Dämonen zusammenhängt.


Will ungerne vom Thema ablenken, aber ich möchte ein wenig etwas hinzufügen.

Der Mensch ist kein ausschließlich grobstoffliches Wesen. Wäre er das, könnten keine Energiekünstler in der menschlichen Rasse zustande kommen.
Der Mensch ist Teilmateriell. Wir haben immer noch Schichten, wie den Energiekörper, den Astralkörper, den Instinktkörper und blablabla. Nach sensorischen Ergebnissen behaupte ich, dass der Mensch etwa zu 70% feinstofflich ist. Der eine etwas mehr als der andere, es schwankt zwischen 70 und 75%.
Im Astralkörper sind wir dann nur noch zu 10% materiell. Der Astralkörper kann sich verdichten auf ungefähr 15% oder verfeinern auf ungefähr 8%. 15% reichen ungefähr aus um mit Materie materiell zu interagieren. Ich meine während meiner Astralreisen auch Wesen getroffen zu haben, die ihre Materialisierung auf ungefähr 18% hochtreiben können. Die frage ist, wie hoch die Verdichtung gehen kann. 1% Unterschied macht nämlich schon sehr viel aus.

Sollte noch erforscht werden. Aber das nur mal so als Info am Rande, lasst euch nicht ablenken (happy)

Tonic. [RT]
MASRUR hat geschrieben:"Er verschwendet keine Energie" - mit anderen Worten: er macht den Klodeckel manuell zu - so wie du und ich - anstatt sich dafür auf seine psyonischen Qualitäten zu besinnen...
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Re: Was genau ist ein Dämon?

Beitragvon B_Redcap » Mo 27. Okt 2014, 16:58

Puhh, ich habe mir mal diesen Thread durchgelesen.

Ich denke, vor allen Dingen sollte geklärt werden, was man unter 'Dämon' versteht. Was natürlich auch getan wurde, aber nie kam die Begriffserklärung zu Stande.

Dämon, aus dem griechischen "daimon", steht zunächst für nichts anderes als 'abgeschiedener Geist'. Ein Geist kann nun doch wohl alles sein. Die christliche/jüdische Begriffserklärung, das Dämonen böse Wesen seien, leitet sich dadurch, dass im Christentum alle astrale Wesen ,bis auf Engel ,'böse' sind und demensprechend auch alle astralen Wesen gemeint.

Im Shinto, der japanischen Religion, sind Dämonen (jap. Yokai), ebenfalls Geister, meist Naturgeister und Unruhestifter. Hier ist anzumerken, das mit 'Geist' nicht immer die Seele Verstorbener gemeint ist.
Typische Japanische Yokais sind: Kitsune (die Fuchsgeister), Yuki-Ona (Schneefrau), Kappa (Wassergeist), Tanuki (Waschbärdämon-Viech), Yamauba (die japanische Version der russischen Baba Yaga oder der englischen Hag). Wichtig bei japanischen Dämonen ist, dass sie, anders als andere Geisterwesen, sich sehr wohl materialliesieren können und viel mehr im Kontakt zur materiellen Welt leben.
- Diese Wesen werden auch in der Kirche ein und aus tretten können, so oft sie wollen. Immerhin kann ein Yokai/Dämon auch ein Schutzgeist eines Shintos (Schrein) sein.

Der Begriff 'Dämon' ist also so weitläufig, dass sich wohl daraus keine klare Deffinition abbilden kann. Die Dämonen, die nach eurer Auffassung Kirchen nicht beretten können nannte man früher 'Teufel(Plural)'. :)

Die japanische Version von Teufel nennt sich 'Oni' oder 'Akuma' je nachdem, welche genau es sind.

Ich hatte das Gefühl gehabt, die Begriffe etwas besser zu erleutern, da ich mich durch das durchlesen des Threads recht verwirrt gefühlt habe, nun beim wem von welchen Dämonen die Sprache war. (Außer bei Tonic, da ich seine Ansichten dazu schon zu genüge kenne :D).

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Re: Was genau ist ein Dämon?

Beitragvon Aylee » Mo 27. Okt 2014, 17:49

B_Redcap hat geschrieben:Dämon, aus dem griechischen "daimon", steht zunächst für nichts anderes als 'abgeschiedener Geist'. Ein Geist kann nun doch wohl alles sein. Die christliche/jüdische Begriffserklärung, das Dämonen böse Wesen seien, leitet sich dadurch, dass im Christentum alle astrale Wesen ,bis auf Engel ,'böse' sind und demensprechend auch alle astralen Wesen gemeint.


Da hast du Recht, was mich ehrlich gesagt ziemlich frustriert (nicht dass du Recht hast, sondern die Tatsache). Ich habe nie verstanden, wie man dazu gekommen ist, Dämonen als durchweg böse abzustempeln. Kennst du dich da zufällig aus?

B_Redcap hat geschrieben:Diese Wesen werden auch in der Kirche ein und aus tretten können, so oft sie wollen. Immerhin kann ein Yokai/Dämon auch ein Schutzgeist eines Shintos (Schrein) sein.


Interessant, dass du das anbringst, da ich mich sehr gern mit Yokai und Shinto beschäftige. Allerdings gibt es auch dort Unterschiede bzgl. dessen, ob ein Yokai (welcher Art auch immer er sei) einen Schrein betreten kann. So weit ich weiß, ist es möglich, dort Schutz vor bösen Geistern (auch hier hast du Recht, es ist wichtig, zu erwähnen, dass es nicht nur um Verstorbene geht) zu suchen. Das impliziert doch, dass auch hier der heilige Grund und Boden Dämonisches oder jedenfalls Böswilliges abhalten kann.

B_Redcap hat geschrieben:Die japanische Version von Teufel nennt sich 'Oni' oder 'Akuma' je nachdem, welche genau es sind.


Sind Teufel für dich bösartige Wesen? Falls dem so ist, muss ich dir bezüglich der Oni widersprechen, sie gelten nicht ausschließlich als böse.
Wikipedia sagt dazu:

In den frühesten Legenden waren Oni gutmütige Wesen, die fähig waren, bösartige Geister abzuwehren und Übeltäter zu bestrafen. Der japanische Buddhismus übernahm diese Vorstellungen bis zum 13. Jahrhundert, nannte sie Aka-Oni (赤鬼, „roter Oni“) und Ao-Oni (青鬼, „blauer Oni“) und machte sie zu den Wächtern der Hölle oder den Folterern der dort Verfluchten. Auch wurden sie als Shintō-Geister anerkannt. (Anm. meinerseits: Also müssten sie mit heiligem Boden klarkommen, oder?)

Im Laufe der Zeit wurde ihre Verbindung mit dem Bösen auf sie selbst übertragen und sie wurden zu Boten bzw. Verursachern von Unheil.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Oni)

Dass sie mit "Teufel" übersetzt werden, hängt wahrscheinlich mit ihrem Aussehen und der Ungenauigkeit der Übersetzung zusammen (ich weiß nicht ob du das so meintest, als du sie als Teufel bezeichnet hast, aber diese Übersetzung für Oni taucht jedenfalls oft auf). Auch Yokai wird ständig anders übersetzt, mal mit "Dämon" (reichlich unpräzise, wie langsam klarwird ^^"), mal mit "Geist", ich habe sogar schon "Monster" gesehen obwohl Monster eigentlich Obake oder Bakemono sind.

Vielleicht muss sich ja jeder ein eigenes Bild davon machen, was für ihn Dämonen sind. Meine Ansicht habe ich hoffentlich einigermaßen darlegen können, aber es ist wirklich ein weiter Begriff, den man völlig unterschiedlich auslegen kann.

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Re: Was genau ist ein Dämon?

Beitragvon xMSnake » Mo 27. Okt 2014, 18:18

Aylee hat geschrieben:[...] Wie denkst du darüber? (Evtl. wäre ein neuer Thread gut, wenn du das weiter vertiefen willst, das Ganze driftet von dem Thema von diesem wirklich ab).

Aylee


Erstmal Danke für deinen ausführlichen Beitrag. Zum Thema Gott hatte ich bereits ein Thema gemacht. Den kannst du hier finden:

viewtopic.php?f=65&t=204

Wollte hier nur ein kurzes Statement deinerseits dazu. Aber genug des Offtopics von mir. (wave)

mfg,
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Re: Was genau ist ein Dämon?

Beitragvon B_Redcap » Mo 27. Okt 2014, 18:21

@Aylee: Ich weiß nicht genau, was du mit Auskennen meinst. Mit Dämonen oder Theologie?

So wie ich das verstanden habe, wurden Dämonen als 'böse' abgestempelt, da sie Heidnische Mythologien verkörpern und im Falle des Christentums ist das unproduktiv. Hierzu müsste man die christliche Defintion von 'Böse' auch noch mal nähr betrachten. 'Böse' im Christentum ist stumpf ausgedrückt 'nicht von Gott' oder 'nicht von Gott so vorgesehen' oder 'nicht dem göttlichem bestimmt' oder 'unchristlich' oder 'von Gottes Wegen abgekommen'. In dem Falle sind heidnische Wesen numal nicht christlich und dementsprechend böse. Es klingt stupide, aber es ist die einfachste erklärung.

Das mit den Shintos stimme ich dir ja zu. Je nach Schrein, erfüllt dieser eine bestimmte Funktion. So wie ich das verstanden habe, wendet ein Shinto Geister ab, die entweder dem Kami (Shintogottheit) nicht wohlgesinnt sind oder aber dem Schutzbedürftigen schaden will. Was ja nicht bedeutet, dass keine Yokais im Shinto sein können, nur eben nicht die, sie Schaden zufügen.

Nein, Teufel sind für mich keine bösartigen Wesen. Ich unterscheide da nicht wirklich zwischen Gut und Böse, das ist mir meist zu albern. Desswegen sehe ich die Übersetzung mit Teufel = Oni als rechtfertigt. Bzw. Oni sind ein Teil der verschiedenen Teufel.
Ich denke die Überstzung stimmt so. In einigen alten Schriften, die nicht mehr in die Bibel reingepasst haben, sind Teufel ebenfalls nicht 'böse' sondern von Gott erschaffene Wächter der Höllen (gibt 7 davon).

Bei Sprachen ist das immer so ein Ding. Man kann einfach nie 1 zu 1 übersetzen. Weil die Sprache immer Teil der Kultur, Mentalität und des vorherschadenen Glaube ist. Dementsprechend sage ich einfach mal, das die Überstezungen alle stimmen. Was sind schon 'Monster'? Nichts anderes als Wesen die uns Angst einjagen, etwas entstellt aussehen und des öfters sehr Zerstörungswütig sind. :)

Ich denke, wir werden uns einig. :D Ja, Bgriffe sind oft eine recht subjektive Sache, weswegen ich Wert darauf lege, dass Menschen ihren Begriff definieren. Sonst führt das zu unnötigen Missverständissen und Streitigkeiten.

mfg
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Re: Was genau ist ein Dämon?

Beitragvon Aylee » Mo 27. Okt 2014, 21:04

@B_Redcap:

B_Redcap hat geschrieben:Ich unterscheide da nicht wirklich zwischen Gut und Böse, das ist mir meist zu albern.


Das geht mir ähnlich, es ist nur, dass jeder versteht was gemeint ist wenn ich sage "ein böses Wesen". "Ein Wesen, das bösartiges Verhalten an den Tag legt obgleich das nicht heißt dass es durch und durch Übles will und selbst wenn schließt das nicht aus, dass es in der Lage ist, z.B. Liebe zu empfinden" ist dann doch etwas länger und kompliziert ;-)

Ich wollte mich außerdem für die Information über die 7 Höllenwächter bedanken, das wusste ich nicht. Und ich freue mich, dass wir eine Einigung finden konnten :-)

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Re: Was genau ist ein Dämon?

Beitragvon MASRUR » Di 4. Nov 2014, 17:04

Aylee » Sa 25. Okt 2014, 20:14
Ehrlich gesagt frage ich mich das auch manchmal :| Warum sollte ein güter, freundlicher Gott Wesen abweisen, die nichts Böses wollen, ob Dämon oder nicht?

"ein güter, freundlicher Gott"? - Ist er das wirklich?
Ein Zeichen von Güte und Freundlichkeit?: unzählige Ägypter im Roten Meer zu ersäufen wie Ratten, oder, was ganz aktuell sein "auserwähltes Volk", seine/die "Kinder Israels" gerade in Palestina anrichten ... Und in den dazwischen liegenden Jahrtausenden hat sich an diesen "Güte- und Freundlichkeitsbeweisen" auch kaum etwas geändert. Ganz zu schweigen einmal von dem, was einzelnen Menschen überall auf dieser Welt geschieht.
Wenn so die Güte und Freundlichkeit dieses allgemein anerkannten Gottes (wenn auch unter verschiedenen Namen) aussieht, dann sollte auch feststehen, dass die Menschheit sehr viel besser ohne einen solchen Gott da stehen würde. (siehe auch:) Re: Eure Sichtweise zum Thema Gott, von MASRUR » Mo 8. Jul 2013, 12:45

Ich kann nur soviel dazu sagen (und ich hoffe mal, dass ich nicht allzu viele Theorien allzu wirr vermische):
Es gehört zu den meisten Glaubensrichtungen die Überzeugung, dass die Kirche (oder Synagoge oder der Schrein oder was auch immer) ein geheiligter Ort ist, an dem der Gläubige geschützt ist und ihm kein Übel geschehen kann. Ich vermute, dass dieser Glaube irgendwie dazu führt, dass es auch so ist.

Eine "Überzeugung" an und für sich ist genau das was es ist und nicht mehr: ein höchst individueller/subjektiver Glaubenssatz.
Nur weil jemand einer bestimmten Überzeung ist bedeutet das aber noch lange nicht, dass sie richtig ist. Und jedenfalls nicht richtig ist die allgemeine Überzeung, dass Kirche etc. "ein geheiligter Ort ist, an dem der Gläubige geschützt ist und ihm kein Übel geschehen kann."
Das Gegenteil ist eher der Fall, wenn man weiss, dass an solchen "heiligen und geschützten Orten" (z.B. Kirchen) Gewalt, Mord und andere üblen Sachen geschehen sind (und durchaus auch künftig geschehen werden). Diese Tatsachen allein schon strafen diese "Überzeugungen" Lüge.
Aus diesem Grunde ist es auch ein Trugschluss, es einfach einmal als gegeben zu betrachten, "...dass dieser Glaube irgendwie dazu führt, dass es auch so ist."

Kirchen, einmal als reine Bauwerke - ohne Gott-Bezug - betrachtet sind jedoch sehr wohl Orte der etwas anderen/besonderen Art, denn sie sind angefüllt mit Emotionen derer, die sich ihrer Nöte und Sorgen entledigen wollen, die Dankbarkeit oder Freude zum Ausdruck bringen wollen. Die Energien von Freude und Leid, Hoffnung und Verzweiflung, Vorwürfen und Dankbarkeit etc., sind hier in konzentrierter Form vorhanden. Und wer schon einmal ein leeres Krichengebäude betreten hat, spürt auch eine enorme Ruhe, empfindet Ausgeglichenheit und Distanz vom Alltag.
Kirchengebäude haben ein besonderes, ganz eigenes Flair für das jedenfalls die Emotionen der sie aufsuchenden Menschen ursächlich sind, keineswegs aber irgend eine göttliche oder gottähnliche Fiktion.
Außerdem sind Gottheiten (weitestgehend, ich will nicht verallgemeinern) Vertreter der 1. Kathegorie, die ich in meinem letzten Post angesprochen habe. Eine Kirche ist Gottes Haus (zumindest im Christentum, bei den anderen kenne ich mich nicht ganz genau aus), wo seine reine, vom Licht erfüllte Energie vorherrscht. Viele Dämonen vertragen das aufgrund ihrer Natur und chaotischen, wilden Energieform nicht.

Die christliche Gotteslehre stellt wohl die perfekteste, gelungenste und zugleich infamste Massengehirnwäsche dar, die es jemals gegeben hat und die ihres Gleichen auch künftig sucht. Natürlich sind einige anderen Religionslehren auch nicht um soo Vieles besser ...
Der Autor vertrat den Standpunkt, dass es wohl so sein müsse, dass übernatürliche Mächte einander aus dem Weg gehen, wenn sie besonders unterschiedlich sind.
Dementsprechend ergreifen die Feen (die Sorte die Kinder entführt und Kühe aufisst, nicht die niedlichen Kinderbuchversionen) seiner Ansicht nach deswegen die Flucht, weil sich beim Aufsagen des Vaterunser die Macht Gottes ausbreitet und sie nicht sein wollen, wo er ist.

Im ersten Satz könnte man dem besagten Autor durchaus zustimmen, denn es wäre eine unserem Empfinden nach nur logische Vorstellung, zumal ich persönlich auch denke, dass nicht alle feinstofflichen Wesen so streitsüchtig und gewaltbereit sind, wie die Spezies Mensch.
Ich denke jedenfalls oft, dass Gott offenbar nicht gewillt ist, seine schützende Hand z.B. über einen Sukkubus zu legen ;-) obwohl, ich will einem Heiligen lieber nichts unterstellen. :x Und wer weiß, vllt gibt es ja auch Dämonen, die sich in Kirchen wohlfühlen, und ich kenne sie nur noch nicht.

Nun, wenn es nach der christlichen Lehre geht, muss man dir unbedingt zustimmen, denn gerade auch Sukkubus & Co. sind von der christlichen Glaubensgemeinschaft zum absoluten Feindbild hochstilisiert worden und da erscheint es nur verständlich, dass der Christengott über sie keine schützende Hand hält, was er ja selbst in aller Regel nicht einmal über seine "Schäfchen" zu tun pflegt.
Auszug aus: #008 MA - Incubi & Succubi, geliebt, gehasst, gefürchtet.pdf (06.03.2012)
Hier der Download-Link für unsere User

Dass sich allerdings Dämonen nicht in Kirchen wohl fühlen oder solche überhaupt betreten können, ist eine bisher absolut unbewiesene Tatsachenbehauptung.
In soweit mutet es dann auch schon etwas befremdlich/eigenartrig an, wenn in mancherorts Kirchen ausgerechnet zierende steinerne Gargoyles zu finden sind, oder ausserhalb der Krichen an den Gemäuern als Wasserspeier.
Ich halte es für ein ziemliches Märchen, dass die von der Kirche deklarierten sog. "bösen" feinstofflichen Wesen keine Kirchen betreten können. Dies auch einmal mehr, wenn man bedenkt, das Luzifer (heute Synonym für das absolut Böse), "Der Lichtträger" doch bis zu seinem Aufstand unmittelbar neben Gottes Thron seinen Stamm- und Standplatz hatte.

Und was die (bösen) Feen betrifft, die die Flucht ergreifen, wenn ihnen jemand das "Vater unser" aufsagt, so kann ich das jedenfalls sehr gut nachvollziehen.
Da würde auch ich machen, dass ich weg käme, wenn ich mir solchen despotischen Mist anhören müsste: Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiligt werde dein Namen, zu uns komme dein Reich ....." Also, wenn dieser Gott mein/unser Vater wäre wüsste ich wohl davon. Dass er (weit weg) im Himmel ist, ist gut so. Aber (ausschliesslich) seinen Namen heiligen (ehren/achten)? Aber wie auch immer, dieses "Vater unser" ist wohl eines der arrogantesten, selbstherrlichsten und anmassenstens "Lobpreisungen", die einem unterkommen können.

So wie dieser "Vater unser" uns behandelt, müsste der Inhalt absolut gegenteilig lauten.
Wer wünscht sich schon freiwillig ein Reich her, um in Sklaverei, Krieg, Elend und Leiden ohne Ende zu leben? Niemand jedenfalls, der noch gesunden Menschenverstand besitzt. Schon mancher Diktator hat sich gewünscht, dass nur "sein Willen geschehe" und ausser ihm niemand einen abweichenden Willen zu haben hat.

Ich halte es jedenfalls lieber mit Karl Marx, der da schon MItte des 18. Jh. feststellte, dass Religion Opium für's Volk sein...

SPOILER:
Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“

Karl Marx, 1844
(sehr lesenswert!) Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Opium_des_Volkes


Was also, um die Frage wieder aufzunehmen, sind eigentlich Dämonen?

So wie die Menschen jeder in seiner Art unterschiedlich in Gestalt, Angewohnheiten und Charakter ist, so trifft dies auch auf die feinstofflichen Wesen und folglich auch die Dämonen zu.

Vermeide, alle und jeden über einen Kamm zu scheren, denn das tun nur dummen Menschen!

Je nach prinzipiellen Übereinkünften kann ein Dämon ausserdem in Bezug auf deine Person sehr beschützend sein. Sie sind ggf,. die idealen Zühörer für deine Ängste, Besorgnisse und Probleme und sind oftmals auch behilflich bei der Bestrafung deiner Feinde etc. und kümmern sich um die verschiedenen deiner Angelegenheiten.

Wenn die richtigen psychischen Kanäle geöffnet sind ist auch eine zwei-Wege-Kommunikation zwischen dir und einem Dämonen möglich. Dies ist eine grosse Hilfe in Bezug auf (deine) eigene spirituelle Befähigung und Fortschritte.
Die Dämonen geben dir Informationen, lehren dich und in einigen Fällen sogar, nehmen sie für dich auch Kontakt zu anderen Dämonen auf.
Ein intensiver Kontakt zu Dämonen beinhaltet einen Austausch von Energie. Die Dämonen, auf einer wesentlich höheren sprirituellen Ebene als gewöhnliche Menschen, besitzen einen wesentlich höheren Energie-Level als jene und sehr grosse Nähe können beim Menschen einen Effekt haben, wie der eines Sonnenbrandes, oder das Gefühl von Übersensibilität, bis wir uns entweder daran gewöhnt haben, oder bis wir unseren eigenen Energie-Level dauerhaft erhöht haben.
Demnach: sei geduldig, vertrauensvoll und offen.

Und was sehen wir nun wieder einmal mehr bestätigt? "Errare humanum est ..."

... um es mit Seneca, dem Jüngeren zu sagen:
SPOILER:
From Seneca the Younger: Errare humanum est, perseverare autem diabolicum, et tertia non datur (To err is human; to persist [in committing such errors] is of the devil, and the third possibility is not given.) Several authors contemplated the idea before Seneca: Livy Venia dignus error is humanus (Storie, VIII, 35) and Cicero: is Cuiusvis errare: insipientis nullius nisi, in errore perseverare (Anyone can err, but only the fool persists in his fault) (Philippicae XII, ii, 5). 300 years later Augustine of Hippo recycled the idea in his Sermones (164, 14): Humanum fuit errare, diabolicum est per animositatem in errore manere.[1]


Das Beste ist und bleibt nun einmal ein offener, vorurteilsfreier aber doch auch kritischer Geist,

sagt MASRUR [KT]
Dumme Menschen kann man nur verachten, besonders wenn ihr Ego genau so gross ist wie ihre Dummheit - ich jedenfalls habe weder Geduld noch Toleranz für sie - Halali!, search the fool!
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